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Messerstecher muss ins Gefängnis

Onkel überlebte mit schweren Verletzungen

24.05.2007

Eigentlich hätte sich der Angeklagte (23) vor knapp sechs Monaten nur im Zaum halten müssen. Denn die Hauptrollen eines Familienstreits auf der Braunschweiger Straße waren klar verteilt: Es stritten Vater und Onkel. Doch plötzlich mischte sich auch der 23-Jährige ein, zog ein Messer und stach auf seinen Onkel ein. Das Schwurgericht verurteilte den Arbeiter einer Reinigungsfirma deswegen gestern zu drei Jahren und vier Monaten Haft. In den Rücken seines Onkels hatte der Angeklagte das Messer gerammt. Die Klinge drang von hinten in dessen Brustkorb ein. Viereinhalb Zentimeter tief. Nur eine Not-Operation rettete dem 38-Jährigen seinerzeit das Leben. Die Verurteilung des geständigen Angeklagten erfolgte «nur noch» wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Richter des Schwurgerichts werteten die Tat nicht mehr - wie zunächst angeklagt - als versuchten Totschlag. Dafür habe man letztendlich zu viele Zweifel gehabt. Nicht nachweisbar sei, ob der 23-Jährige damals wirklich töten wollte, hieß es in der Urteilsbegründung. Darüber hinaus nannte Richter Wolfgang Meyer auch klar und deutlich die Wurzel allen Übels beim Namen: das Mitführen eines Messers. «Das dieses eigentliche Allerweltsgeschehen so schlimm endete, liegt nur daran, dass sie überhaupt ein Messer bei sich hatten», hieß es in der Urteilsbegründung. wvb

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