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Neuanfang mit Alpine

100 Wiemer & Trachte-Mitarbeiter aus dem Kraftwerksbau übernommen

24.05.2007

Wie die Ruhr Nachrichten bereits exklusiv berichtet hatten, übernimmt Alpine Bau rund 100 Mitarbeiter von Wiemer & Trachte, 65 aus dem gewerblichen, 35 aus dem kaufmännischen Bereich. «Niemand wird dadurch finanzielle Einbußen haben, was heute nicht selbstverständlich ist», betonte Karsten Hell, Vorstandsvorsitzender der Alpine Bau. Die neue Niederlassung wird ab 1. Juni an der Märkischen Straße 111 zu finden sein, also nicht in dem Wiemer & Trachte-Gebäude. Prokurist wird Peter Henkel, der zuvor bei Wiemer & Trachte Geschäftsführer war. Dass es zu dem Vertragsabschluss gekommen ist, daran hat RWE Power großen Anteil. Der Energieriese hat Alpine mit dem Bau des zweiten Kühlturms für das Braunkohlekraftwerk in Grevenbroich betraut. Der Auftrag hat ein Volumen von über 17 Mio. Euro. Der erste Kühlturm auf einer der größten Baustellen Europas war bereits von Wiemer & Trachte errichtet worden. Als das Dortmunder Unternehmen dann Anfang April Insolvenz anmeldete, «war das eine prekäre Situation für uns», so Georg Petrich, verantwortlich für die Materialwirtschaft bei RWE Power. Der Zeitplan war gefährdet. Es habe auch viele andere Bewerber gegeben, doch als Alpine zugesagt habe, die Wiemer & Trachte-Mitarbeiter aus dem Kraftwerksbau zu übernehmen, habe man Vertrauen gefasst. «Wir haben uns vor Ort davon überzeugt, dass die Mitarbeiter in ihrem Spezialgebiet hervorragende Leistungen bieten», berichtete Karsten Hell. Für Alpine Bau habe sich durch die Übernahme der Mitarbeiter die Möglichkeiten geboten, das eigene Portfolio mit dem Kraftwerksbau zu komplettieren. Ein weiterer größerer Auftrag ist der Bau des Orchesterzentrums im Brückstraßenviertel, den Alpine für den vorläufigen Insolvenzverwalter Dr. Winfrid Andres ausführen wird. Weitere 15 größere und kleinere Aufträge von Wiemer & Trachte werden ebenfalls von Alpine übernommen. Von den 1000 Mitarbeitern der insolventen Bauunternehmung werden laut Andres ab 1. Juni 560 bis 570 neue Arbeitsstellen haben. Rund 100 Mitarbeiter aus dem Hochbau sollen noch ähnlich wie im Kraftswerksbau eine neue Chance bekommen. Was mit den übrigen 400 Mitarbeitern passiert, wird heute entschieden. Ohne Kündigung werde es wohl nicht gehen, so Andres, selbstverständlich mit Sozialplan und Interessenausgleich. 70 bis 80 Mitarbeiter wird Andres in einer Rumpfmannschaft weiter beschäftigen, sogar bis zu fünf Jahren, weil so lange Gewährleistungsansprüche bestehen. Darüber hinaus verriet Andres, dass es Interessenten für den Namen «Wiemer & Trachte» gebe. Den will Andres möglicherweise in einem Paket mit einem Hochbaubereich verkaufen. Wiemer & Trachte genieße auch international einen guten Ruf, betonte Andres. Was auf einen ausländischen Interessenten schließen lassen könnte. Bettina Kiwitt Regionale Wirtschaft

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