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Preisschock an der Zapfsäule: Autogas und Biodiesel im Trend

DORTMUND Alternative Kraftstoffe und Antriebe: Nicht selten verliert Verbraucher bei diesen Themen den Überlick. Grund: Das Angebot ist vielfältig und komplex. Die Verbraucherzentrale bündelt nun das Wissen auf einer neuen Internetseite. Ziel: mehr Transparenz.

von Von Achim Roggendorf

, 03.06.2008
Preisschock an der Zapfsäule: Autogas und Biodiesel im Trend

Die Dortmunder Firma Progas betreibt in Deutschland mehrere hundert Autogas-Stationen.

Gemeinsam mit  NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg schaltete Klaus Müller, Chef der NRW-Verbraucherzentrale,  die Informationen unter www.vz-nrw.de/klimafreundlich-automobil jetzt in Dortmund frei. Schwindende Erdölvorräte, steigende Benzin- und Dieselpreise, die Sorge ums Klima, Umweltzonen mit Fahrverboten und eine angekündigte Kfz-Steuerreform mit Besteuerung nach Kohlendioxid-Emmisionen: All das läst die Nachfrage nach Alternativen für den Autoantrieb steigen. Mit Erdgas, Flüssiggas sowie Agro-Diesel, Agro-Ethanol und Pflanzenöl konkurriert in Deutschland gleich ein Quintett darum, Benzin und Diesel den Rang abzufahren. Durch den Umstieg hoffen Autofahrer, sowohl Geldbeutel als auch Umwelt schonen zu können.

Kein Sprit aus Pflanzen

Allerdings: Uneingeschränkt empfehlenswert ist bislang keine der fünf Alternativen. Insbesondere die Kraftstoffe aus den Erzeugnissen der Landwirtschaft verlieren zunehmend den Nimbus, vorbehaltlos einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten zu können. NRW-Umweltminister Uhlenberg setzt sich deshalb allein für Kraftstoffe vom Acker ein, die umweltverträglich erzeugt werden und nachweislich einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Ausdrücklich wen­det sich der Minister gegen Sprit aus Pflanzen, für die zuvor Regenwald vernichtet wurde. Zudem müsse ausgeschlossen wer­den, so Uhlenberg, dass es zu einer unheilvollen Konkurrenz um Ackerflächen für Kraft­stoffe und Nahrungsmittel kommt: „Die Lebensmittelpreise könnten dadurch für viele Haushalte in uner­schwingliche Höhen klettern.“

Elektroautos und Hybrid-Modelle gehört die Zukunft

Ins Blickfeld aller, die nach Auswegen aus der Explosion der Sprit­kosten und der CO2-Belastung ihrer Automobilität suchen, rücken zunehmend auch Elektroautos und Hybrid-Modelle (Elektro- und Verbrennungsmo­tor). Für Fahrzeuge, die ausschließlich Strom antreibt, spricht ihr beein­druckender Wirkungsgrad.  Müller von der Verbraucherzen­t­rale NRW: „Elektroautos nutzen die eingesetzte Energie viermal besser als Fahrzeuge mit Verbren­nungsmotor.“ Dieser Effizienzvorteil sei ver­gleichbar mit dem Aus­tausch von Glühbirnen durch Energiesparlam­pen. Allerdings macht Müller eine Einschränkung: „Positiv aufs Klima wirken sich Elektro­autos nur aus, wenn der Strom aus regenerativen Quellen stammt wie beispielsweise Windkraft oder Solarzellen.“ In Elekt­roautos erkennt Müller zudem „eine große Chance für den Industriestandort NRW“.  „Durch Förde­rung von Forschung, Entwicklung und Markteinführung von Elekt­ro­autos und entsprechender Lade-Speicher-Systeme kann die Politik einen starken Impuls geben, das Land als Standort für eine innovative Zukunftstech­nolo­gie mit neuen Arbeitsplätzen zu positionieren.“

Höherer Reifendruck hilft Sprit sparen

Unabhängig von unterschiedlichen Kraftstoffen und Antrieben danken Umwelt und Geldbeutel allen, die ihr Auto umsichtig steuern. Die Tipps von  Müller und Uhlenberg: keine Kurzstrecken fahren, nach zügigem Beschleunigen frühzeitig hochschalten, ab 10 Sekunden Stillstand Motor ausschalten, regelmäßig warten las­sen, Reifendruck um 0,2 Bar erhöhen, möglichst mit leerem Koffer­raum fahren, Klimaanlage nur gezielt einschalten. So lassen sich bis zu 30 Prozent Sprit sparen.

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