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Publikumsliebling kommt zurück: Jürgen Uter gastiert bei den Ruhrfestspielen

RECKLINGHAUSEN Vor zwei Jahren hat Schauspieler Jürgen Uter das Theater Dortmund verlassen und ist nach Hamburg gegangen. Am Mittwoch gibt er als Ensemblemitglied des Deutschen Schauspielhauses sein Debüt bei den Ruhrfestspielen. Julia Gaß hat mit ihm gesprochen.

09.06.2008
Publikumsliebling kommt zurück: Jürgen Uter gastiert bei den Ruhrfestspielen

Jürgen Uter steht ab Mittwoch, 11. Juni, bei den Ruhrfestspielen auf der Bühne.

Sie spielen in Erik Gedeons Songdrama "Trostpreis für Deutschland", in dem über 100 Songs in zwei Stunden erklingen. Das erinnert an die "Liebesperlen".

Uter: Das ist ein schlechter Vergleich. Es geht um einen deutschen Schlagervertreter, der von den Amerikaner abgewimmelt wird. Gedeon ist auch bitter, grotesk.

Gedeon hat damit ein neues Theatergenre geschaffen, ein Songdrama, in dem kein Wort gesprochen wird. Ist das für einen Schauspieler eine Herausforderung?

Uter: Das ist sehr harte Arbeit und erfordert wahnsinnig viel Konzentration. Es ist viel anstrengener als alles, was ich an musikalischen Dingen bisher gemacht habe.

Und man sieht Sie auch bei der Triennale wieder.

Uter: Ja, ich vertrete bei der Lesung für Marie Zimmermann am 24. August in der Jahrhunderthalle das Deutsche Schauspielhaus. Ich weiß aber noch nicht, was ich lese.

Sie waren in Dortmund ein Publikumsliebling, in Hamburg sind Sie einer unter vielen guten Schauspielern. War das eine Umstellung?

Uter: Auch in Dortmund hat es lange gedauert, bis ich bekannt war. Wenn man in Dortmund eine Rolle spielt, wird man gleich im Baumarkt begrüßt. In Hamburg gibt es viele Theater, ich finde es nicht schlimm, nicht im Zentrum des Geschehens zu stehen. Ich habe schöne Rollen, in unserer letzten Premiere war ich der Narr in Shakespeares "Was ihr wollt", davor habe ich in Fassbinders "In einem Jahr mit 13 Monden" gespielt.

Konnten Sie am Deutschen Schauspielhaus schon eigene Dinge realisieren?

Uter: Ich habe in einer Silvester-Show Regie geführt. Mit Musik und Sketchen.

Sie haben an der neuen Liebesperlen-Fassung mitgearbeitet, die im September in Dortmund Premiere hat. Stehen Sie da auf der Bühne?

Uter: Nein, ich habe nur Zwischentexte geschrieben, unter anderem für das Campingplatz-Potpourri. Es läuft gut ohne mich.

Vermissen Sie die "Liebesperlen" oder "Uters Nachtlichter"?

Uter: Ich werde bald 57, da möchte ich nicht mehr Schlager singen. Ich finde es nicht passend, in diesem Alter Peter Kraus oder Freddy Quinn zu singen. Wenn die das selbst tun, ist es in Ordnung, ich möchte es nicht mehr machen. Ich suche, was ich im Unterhaltungsbereich Sinnvolles machen kann.

 

Termine Ruhrfestspiele: 11.-15.6., Karten: Tel. (02361) 9218-0.

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