Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Ruhrpott-Geschichten zum Schmunzeln

13.06.2008

Grevel Das Dorfcafé Haus Grevel lud zu einer nicht typischen Lesung. Mehrere Autoren lasen ihre eigenen, ganz unterschiedlichen Geschichten zum Thema Ruhrpott vor. In dem Buch "n´paar Schoten - Geschichten aus´m Pott" sind diese Erzählungen gesammelt worden.

Ob Dachhasen, Dezemberbrummer oder Emschermännchen, ob tief im Westen, in Eckkneipen oder auf dem Friedhof, in dem Werk ist alles zu finden. Aus über 200 Bewerbungen mussten Herausgeberin Heike Wulf und ihr Team die besten auswählen: "Das ist wirklich Schwerstarbeit gewesen. Da wir ein kleiner Verlag sind, haben wir die Geschichten teilweise fünf bis sieben Mal gelesen. Und dann mussten wir sie ja noch einstimmig auswählen. Aufgrund dieses speziellen Themas ist die Bewerberliste allerdings nicht so lang gewesen wie sonst."

Sinatra-Fan

Die Leser können sich seit April ihre Meinung über das Buch und auch über den Ruhrpott machen. Das man durchaus über das Schmunzeln hinaus kommt, haben die ersten Eindrücke bei der Lesung gezeigt.

In "Nusspli für Sinatra" erntete Autor Thorsten Sträter viele Lacher durch Wortwitz und pointiertes Erzählgeschick. Der Ich-Erzähler ist der wohl größte Frank Sinatra-Fan auf der Welt, Mitte der Achtziger. Zumindest einmal im Leben will er ein Konzert des Sängers besuchen.

Als der sich dann endlich anschickte, in die Dortmunder Westfalenhalle zu kommen, war das Ziel klar. Die Karte erwies sich dann aber als überteuert, was zu Sparmaßnahmen führte. Der erste Schritt war der Tausch des Brotaufstrichs: Nusspli statt Nutella. "45 Prozent Ersparnis". Der Sammelband ist das mittlerweile elfte Buch des Schreib-Lust-Verlags.

Unter Pseudonym

Darüber freut sich Heike Wulf: "Wir Mitarbeiter schicken unsere eigenen Geschichten unter Pseudonymen selbst ein. Dann freuen wir uns natürlich, wenn unsere Geschichten genommen werden."

Eine Garantie gebe es leider nicht. "Die Literaten sind insgesamt stolz darauf, wenn ihre Geschichten bei uns veröffentlicht werden, da wir mittlerweile kein unbeschriebenes Blatt mehr sind." Läm

Lesen Sie jetzt