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Schulhof-Schlägerei endet mit Gehirnerschütterung

DORTMUND Schädelprellungen und Gehirnererschütterung – das Ergebnis einer ganz normalen Prügelei unter Schülern? Oder werden die Auseinandersetzungen tatsächlich immer härter geführt?

von Von Ulrike Böhm-Heffels

, 11.06.2008
Schulhof-Schlägerei endet mit Gehirnerschütterung

Ralf Schulte und Dominik, hier mit dem Arzt-Attest, wollen Anzeige erstatten.

Als Ralf Schulte bei den Ruhr Nachrichten vom erneuten Raubüberfall zweier Jugendlicher las, die am Sonntag einen 20-Jährigen krankenhausreif geschlagen hatten, kochte die Wut beim Vater von Dominik wieder hoch. Sein Sohn, 13, besucht den sechsten Jahrgang der Europaschule Wambel. Am 4. Juni kam er mit Kopfschmerzen nach Hause, klagte über Schwindelgefühle.

„In der Schulpause war er von zwei Jugendlichen im Alter von 13 Jahren grundlos zusammengeschlagen, zu Boden geworfen und mit Fußtritten vor den Kopf erheblich verletzt worden“, erregt sich Schulte wieder. Zwar habe der Sohn keine Platzwunden davon getragen, aber das Gesicht zeigte eine Schwellung, stellte der Vater fest. Der Kinderarzt diagnostizierte eine Schädelprellung samt Gehirnerschütterung. Bis einschließlich Dienstag konnte Dominik die Schule nicht besuchen.

Der Vater will bei der Polizei Anzeige erstatten und ärgert sich, die Schulleitung habe den Vorfall „sehr heruntergespielt“. Die Mitschüler seien noch nicht strafmündig, eine Anzeige also zwecklos. Für den verantwortlichen Abteilungsleiter der Jahrgänge 5, 6 und 7 an der Europaschule (seinen Namen will er nicht öffentlich nennen), stellt sich der Sachverhalt so dar:

Er gibt an, die Schlägerei habe nichts mit dem so genannten „Burgern“ zu tun, bei dem mehrere Schüler einen in die Klemme nähmen. Und: Die Schule wolle nichts vertuschen, besagte Schüler seien schon gemaßregelt worden. Der Schule stünden verschiedene Ordnungsmaßnahmen zur Verfügung, vom Ausschluss vom Unterricht bis zur Androhung von Entlassung. Der Vater habe die Herausgabe der Daten verlangt, die aber dürfe die Schule selbstverständlich nicht herausgeben.

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