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Stadt will Verkehrsknoten entwirren

DORTMUND Chaotische Verhältnisse herrschen bisweilen rund um die Kreuzung Neutor am Wall. Jetzt sagt die Stadt dem verkehrlichen Durcheinander den Kampf an - und will langfristig auch andere Verkehrsknoten unter die Lupe nehmen.

von Von Oliver Volmerich

, 02.06.2008
Stadt will Verkehrsknoten entwirren

Der Verkehr an der Neutor-Kreuzung soll bald flüssiger fließen.

Stadtdirektor Ullrich Sierau nimmt kein Blatt vor den Mund. „Zum Teil halte ich das für verkehrsgefährdend“, sagt er mit Blick auf den Verkehrsfluss an der Kreuzung Neutor. Wobei von Fluss meist keine Rede sein kann. Denn wenn die Autoströme von der Märkischen Straße und der Ruhrallee zusammentreffen, um sich auf den Wall zu verteilen, geht oft nichts mehr.

Teilweise reicht der Rückstau bis zur Kreuzung Saarlandstraße, räumen die Experte der Verwaltung ein. Denn die zwei Linksabbiegespuren aus Richtung Süden in den Südwall sind völlig überlastet. „Die rechnerische Auslastung beträgt teilweise 120 Prozent“, stellen die Verkehrsplaner fest.

Im Stau stehen nicht selten auch Radler und Fußgänger. Weil sie den Wall wegen der aktuellen Ampelschaltung nicht in einem Zug überqueren können, wird es bisweilen eng auf der schmalen Fußgängerinsel zwischen den Fahrbahnen. Auch Radfahrer müssen dort zwischen dem rauschenden Autoverkehr ausharren. Sieraus Fazit: „Die Verkehrsregelung wird weder den Autofahrern, noch Fußgängern oder Radfahrern gerecht.“

Neue Ampelsteuerung

Doch die Verwaltung sinnt auf Abhilfe. Die aus Altersgründen ohnehin nötige Erneuerung der Ampelsteuerung soll in den Sommerferien mit einer kleinen aber (hoffentlich) wirksamen Neuordnung der Kreuzung verbunden werden. Künftig können Autofahrer aus Richtung Süden auf drei Spuren auf den Südwall abbiegen. Dafür wird die Linksabbiegespur von der Kleppingstraße in den Ostwall geopfert. Autofahrer in diese Richtung müssen künftig eine Ehrenrunde über den Knoten Märkische Straße/Ruhrallee drehen und dort wenden. Der Vorteil: Der Verkehr aus Süden kann schneller abfließen, Radler und Fußgänger sollten den Wall dann in einem Rutsch schaffen.

Klappt die Neuorganisation, könnte sie Vorbild für die Gestaltung anderer Verkehrsknoten sein, deutet Sierau an. Westen- und Ostentor werden ohnehin nach dem Stadtbahnbau umgebaut. Änderungen an anderen Kreuzungen könnten folgen.

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