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Start am alten Kilometer 19

Ruhr-Marathon: Anwohner mietete sogar Kran für die bessere Übersicht

14.05.2007

Sonntagmorgen, 8.15 Uhr , Volksgartenstraße in Lütgendortmund. Sportler strömen in Richtung Provinzialstraße, sie tragen Wasserflaschen oder Bananen bei sich, sonst nichts. Den langen Weg vor ihnen, die 42,195 km bis zum Ziel in Essen, müssen sie ohne Gepäck bestreiten. Einige traben sich warm, knisternd und raschelnd im Regenschutz aus Plastikfolie. 8.30 Uhr , Provinzialstraße. Über viele hundert Meter ist die Straße auf ganzer Breite gefüllt mit den 12 000 Läufern, die in Dortmund zum vierten Karstadt Marathon starten. Helfer sind seit 6.30 Uhr im Einsatz und versorgen sie mit Getränken, Bananen und Luftballons für den Start. Anwohner stehen in ihren Fenstern oder hinter den Absperrgittern auf dem Bürgersteig. Lautsprecherdurchsagen verkünden die verbleibende Zeit zum Startschuss, vor den wenigen Dixie-Klos bilden sich lange Schlangen. Die Nervosität steigt. 8.40 Uhr. Christina Müller Die weiblichen Favoriten starten 20 Minuten vor dem Restfeld. (Foto 1) erlebt diesen Start im Garten, dort hat die Hausgemeinschaft für heute eine Zapfanlage aufgebaut. Und sogar einen Kran gemietet, der die ganze Straße überragt. ?Das ist einfach der Wahnsinn, von dort oben nur Menschenmassen zu sehen, von einem Ende bis zum anderen?, beschreibt Müller den Ausblick. 8.50 Uhr. Silke Büchel (Foto 2) freut sich mit Familie und Freunden vor einem Pavillonzelt auf den Start. Sie haben gestern Abend schon gefeiert und Plakate gemalt, das hat bei ihnen Tradition. Büchel fiebert mit und bedauert zugleich, dass ihr Wohnsitz bei der aktuellen Laufrichtung ?nur? am Start liegt. ?Früher, als wir hier Kilometer 19 waren, konnten wir den Läufern wirklich helfen?, erzählt sie. ?Da haben wir Wasser verteilt und auch mal erste Hilfe geleistet.? 9.00 Uhr. Der Startschuss fällt, die Ballons steigen in den Himmel. Erst langsam, dann immer schneller setzt sich die Masse in Bewegung. 9.15 Uhr. Alle Läufer haben die Startlinie passiert, der Tross entfernt sich Richtung Bochum. Die leere Provinzialstraße ist gesäumt von zurückgelassener Überbekleidung und Wasserflaschen. Pfand- und Altkleidersammler gehen auf die Suche nach Brauchbarem. 9.20 Uhr. Besen- und Müllwagen kommen, die Zuschauer gehen. Hier gibt es jetzt nichts mehr zu sehen. Wenn die Straße gleich gegen 11 Uhr wieder frei gegeben wird, fahren Silke Büchel und ihre Gruppe noch nach Essen. Beim Zieleinlauf weiterfeiern. SEN

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