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Tipp: Wenn es am Wissen hapert, Berater suchen

Schirmer-Chef Zombek bei Kontaktbörse

19.05.2007

Markus Zombek steht zu seinen Wissenslücken. «Fragen Sie mich nicht nach Details der Finanzierung», bat der Chef von Schirmer Kaffee am Mittwochabend bei der Kontaktbörse «3rd Wednesday». Im e-port dortmund erzählte er von seinen Erlebnissen, als er 2004 vom angestellten Geschäftsführer zum Inhaber der Kaffeerösterei im Gewerbegebiet Brackel aufstieg. Mit einem so genannten Management-buy-out übernahm der heute 40-Jährige das Traditionsunternehmen von der damaligen Eigentümerin, der schweizerischen Valora Holding AG. Er habe sich in Finanzierungsfragen nicht wirklich ausgekannt, doch ein Berater habe ihm die Türen bei allen großen Banken geöffnet. Dort habe er sein Anliegen «relativ unqualifiziert vorgetragen», aber gute Bilanzen vorlegen können. Wie man den Wert einer Firma berechnet, war ihm schleierhaft. Im Internet machte er sich schlau, um schließlich der Valora einen Kaufpreis zu nennen, der ein Drittel unter dem anderer Bietern lag. «Da hatte ich die Lacher der Valora auf meiner Seite.» Aber wer zuletzt lacht... Denn die Valora stand unter einem Riesendruck der Aktionäre, ein großes Firmenpaket zu verkaufen und «da fehlte nur noch Schirmer». Es hätten sich auch andere Bieter über Schirmer informiert. Denen habe er als Geschäftsführer gut darstellen können, «dass es vielleicht doch besser ist, nicht zu kaufen», verriet Zombek seine Tricks. Zuguterletzt habe er sogar ein Verkäuferdarlehen, das ihm von der Valora eingeräumt worden sei, gar nicht in Anspruch nehmen müssen, aber dadurch den Kaufpreis um 500 000 Euro drücken können. Finanziert hat er den Deal schließlich mit einem großen deutschen Kaffeeröster. Seitdem Zombek alleiniger Herr über die Schirmer-Bohnen ist, hat sich das Unternehmen ausgezeichnet entwickelt. Lag der Röstbohnenausstoss 2004 noch bei 9500 Tonnen im Jahr, liegt er jetzt bei 15 000, avisiert sind 25 000. Der Umsatz schnellte von 50 auf 70 Mio. Euro hoch, die Mitarbeiterzahl stieg um 20 auf 93, die Zahl der Exportländer von sieben auf 30. Darüber hinaus will Markus Zombek in Anlehnung an den ersten Schirmer-Coffeeshop an der Kleppingstraße weitere aufbauen. «Das können wir besser als Starbucks», ist er überzeugt. Seinen Zuhörern riet Zombek, «mit allem Mut solche Dinge anzufangen. Sie finden immer Berater.» Offenbar auch in Finanzierungsfragen. kiwi www.3rd-wednesday.de

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