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Über Krise nicht aufgeklärt?

juraXX will «Zukunftkonzept» Montag vorstellen

31.05.2007

Gegen 15 Uhr war dort Constantin Freiherr von Stockmar von Wangenheim an der Strippe, nach eigenen Angaben mit drei weiteren Kollegen dort für SBS Rechtsanwälte tätig. Wangenheim war bereits bei der Gründung der ersten juraXX-Filiale an gleicher Stelle dabei gewesen, was er den Ruhr Nachrichten nicht verraten wollte, aber durch ein Foto dokumentiert ist. Was es nun mit SBS Rechtsanwälten auf sich hat, dazu schwieg er sich ebenfalls aus. «In ein, zwei Wochen kann ich mehr dazu sagen», so von Wangenheim. Es habe «standesrechtliche Hintergründe», dass er nicht mehr dazu sagen könne. Ob seine Verschwiegenheit mit dem «Zukunftskonzept» zusammenhängt, das juraXX nach eigenen Angaben gerade mit der Unternehmensberatung Rölfs Partner schmiedet? Am kommenden Montag soll das Konzept vorgestellt werden. Kern ist, dass die Filialen selbstständige Niederlassungen werden sollen und die Zentrale an der Märkischen Straße als Dienstleister für die Niederlassungen auftritt. Mit rund einem Drittel der Filialen sei man bereits auf einem guten Weg in die Selbstständigkeit, so juraXX-Sprecher Frank Böker. Der Financial Times Deutschland (FTD) liegt hingegen ein Gutachten vor, wonach sich juraXX in einer «lebensbedrohenden Krise» befindet. Über diese Schieflage habe juraXX-Gründer Eugen Boss neu hinzu kommende Anwälte nicht aufgeklärt. Arglose Junganwälte hätten juraXX Partnerdarlehen in Höhe von 50 000 Euro geben müssen, die zur Quersubventionierung laufender Kosten verwendet worden seien. Viele stünden vor dem finanziellen Ruin. juraXX hält sich bei den Vorwürfen, die gegen das Unternehmen erhoben werden, zurück. «Vereinzelt haben Partnerrechtsanwälte aus persönlicher Enttäuschung versucht, Druck auf die Partnerorganisation auszuüben», heißt es lediglich in einer Pressemitteilung. «Hierzu gehört sicher auch die Mobilisierung der Presse noch vor der abschließenden internen Vorstellung des ausgearbeiteten Zukunftskonzepts für das Unternehmen.» Man werde weiterhin bemüht sein, einvernehmliche Regelungen mit allen Betroffenen zu gestalten. Daran werkelt man nach Informationen der Ruhr Nachrichten bereits eifrig. Vergleichsverhandlungen sind offenbar im Gange. Sollten sich alle Seiten einigen, wären die Insolvenzanträge «ein Rohrkrepierer», wie es aus gut informierten Kreisen heißt. kiwi

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