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Uralter Urwald-Mammut

Naturkundliche Wanderung durch Brechten

29.05.2007

Unter der Führung von Vogelexperte Karl-Heinz Westhoff kundschafteten die Forscher ausgerüstet mit Ferngläsern auch die kleinste Nische des Naturschutzgebietes aus. Sogar eine Krötenwanderung - im Volksmund «Froschregen» genannt - bekamen sie dabei zu sehen. «Wenn man sich Zeit nimmt, findet man hier bestimmt über 40 verschiedene Vogelarten», erklärte Westhoff. Zu Gesicht bekäme man jedoch nicht viele davon, sondern müsse sich in erster Linie auf sein Gehör verlassen. Für den erfahrenen Vogelliebhaber kein Problem. Aufmerksam wanderte er einen Trampelpfad entlang, horchte plötzlich auf und blieb abrupt stehen. «Da, ein Gelbspötter, das hört man ganz deutlich. Jetzt imitiert er gerade die Gesänge anderer Vogelarten», stellte Westhoff fest. Doch der «fremdsprachenbegabte» Singvogel ist nicht der einzige, der die Aufmerksamkeit der Wanderer auf sich zog. Alle paar Meter hielt die Gruppe an, lauschte gespannt dem Gezwitscher. Und nachdem sie erste Vermutungen über die Identität des Sängers geäußert hatten, griffen sie prompt im Kollektiv zum Fernglas, um einen Blick auf das Exemplar zu erhaschen. Doch nicht nur die Artenvielfalt der Vogelwelt wurde bestaunt. Auch die vielen verschiedenen Pflanzen- und Baumarten wurden begutachtet. «Hier haben wir etwas ganz Besonderes - einen Urwald-Mammutbaum. Eine der ältesten Gattungen hier», erklärte Forstdirektor Erwin Fischer der Gruppe. In der Vielfalt der Baum- und Pflanzenarten liege auch der Grund für das stetig wachsende Spektrum an Vogelarten. Dann marschierten die Naturforscher an einem Feld vorbei und Westhoff berichtete von den neuen Erntemethoden. Früher habe man den Randbereich der Felder den Vögeln überlassen, heute aber werde das komplette Feld bis hin zum Wegrand abgeerntet. So erschwere sich für die Tiere die Futtersuche. «Ich versteh' das nicht, wir sind doch kein hungerndes Land. Da kann man doch ruhig etwas für die Vögel übrig lassen», bedauerte er. Das dürfte in nächster Zeit auch ein Thema bei der Naturschutzgemeinschaft sein, die sich laut Vorsitzendem Joachim Kallendrusch mit Klima- und Naturveränderungen beschäftigt. FeP

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