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Urbane Un-Orte

DORTMUND Wer das Dortmunder Museum am Ostwall betritt, steht erst einmal vor einer Bretterbude, einer Hütte aus morschem Holz. „24620“ oder „Haus im Exil“ heißt die Installation von Kyong Park: ein Haus, das vor seinem Schicksal flieht, unbewohnbar wie die Stadt, aus der es stammt. Eine Installation aus der Ausstellung "Schrumpfende Städte" im Museum am Ostwall.

von Von Katrin Pinetzki

, 15.02.2008
Urbane Un-Orte

Ironische Postkartengrüße aus dem Ostwall-Museum.

Der Künstler hat es in Detroit abgebaut, wo in den vergangenen 50 Jahren über 200 000 Häuser abgerissen wurden: Die Stadt hat zwischen 1950 und 2005 mehr als die Hälfte ihrer Einwohner verloren. Viele sind in die schickeren Vorstädte gezogen – ein Teil des Problems, das zu schrumpfenden Städten führt. Die gleichnamige Ausstellung, die am Sonntag eröffnet wird, beschäftigt sich mit dem Phänomen, das nicht nur in Detroit, sondern weltweit zu beobachten ist. Die künstlerisch-wissenschaftliche Schau bildet den Abschluss eines sechsjährigen Forschungsprojekts, das das Schrumpfen in sechs Regionen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet hat: im Ruhrgebiet und in der Region Halle/Leipzig, im russischen Ivanovo und im japanischen Hakodate, in Manchester/Liverpool und eben in Detroit.

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