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Pendler nutzen Parkplätze mehr als sieben Stunden am Tag

Neues Parkplatzkonzept für den Rombergpark

Rombergpark, Wihoga, Johanniter-Klinik und U-Bahnhaltestelle. Die Parkplatzsituation rund um diesen Bereich an der Straße Am Rombergpark ist kritisch – aber eine Lösung ist in Sicht.

Brünninghausen

, 26.04.2018
Pendler nutzen Parkplätze mehr als sieben Stunden am Tag

Links und rechts der Straße Am Rombergpark liegen Parkplätze, die eigentlich zum Park gehören, aber oft anderweitig genutzt werden. © Jörg Bauerfeld

Es soll ein umfangreiches Parkplatzkonzept geben, das ist Fakt. Dr. Patrick Knopf, Leiter des Botanischen Gartens Rombergpark, gab das in der letzten Sitzung der Bezirksvertretung offiziell bekannt. Es ist die Parkplatzsituation am Rombergpark, die eine neue Planung nötig macht.

Der zum Park gehörige Parkplatz, links und rechts der Straße Am Rombergpark, ist eigentlich immer hoffnungslos überfüllt. Auch wenn im Park kaum Besucher zu sehen sind. Der Seniorenbeirat monierte die Situation schon öffentlich.

Patrick Knopf legte jetzt noch einmal nach – und zwar mit Zahlen. Und die besagen, dass der zum Rombergpark gehörige Parkplatz vorwiegend von Pendlern genutzt wird.

Es gibt zu viele Pendler

„Wir sind dabei, eine Lösung für das Problem zu finden“, sagt Patrick Knopf. „Wir haben mehrere Gutachten schon in Auftrag gegeben, was die Nutzung der Parkflächen angeht. Und das letzte hat eindeutig gezeigt, dass es tatsächlich die Pendler sind, die den Parkraum nutzen.“

So sei die durchschnittliche Verweildauer der Fahrzeuge, die von montags bis freitags die Fläche nutzen, 7,2 Stunden. „Ich weiß, wir sind ein schöner botanischer Garten, aber so schön sind wir dann auch nicht“, sagt Knopf.

Nur, was tun? Die Idee der Fraktion der Grünen, Parkplätze auf dem nahegelegenen Phoenix-West-Gelände im Stadtbezirk Hörde anzubieten, stieß nicht auf große Gegenliebe. Es müsse vor Ort etwas geschehen, so die Mehrheit der BV-Mitglieder. Aber die Sache ist scheinbar komplizierter, als man denkt.

Da es sich nicht um einen öffentlichen Parkplatz handelt, nutzen Parkscheiben nichts, denn das könne nicht kontrolliert werden, sagt Patrick Knopf. „Das Ordnungsamt kann in diesem Fall gar nichts machen.“ Aber auch die Bewirtschaftung der Fläche lohnt sich nicht.

An manchen Tagen auch 3000 Parkplätze nicht genug

„Wir haben da das eine oder andere Konzept eingeholt, aber es hat sich gezeigt, dass das wirtschaftlich nicht funktionieren würde“, sagt Knopf. Knapp 200 Stellplätze sind da zu wenig. Was Sinn machen würde, so Knopf, sei eine Erweiterung.

Und ein Grundstück dafür steht auch schon zur Verfügung – westlich des Terrassenparkplatzes (gegenüber der Wihoga) gibt es eine Wiese. „Da wachsen keine Bäume, weil Grubenwasser dort austritt“, sagt Dr. Knopf. Aber eines müsse auch klar sein: Bei Veranstaltungen wie beim Kirschblütenfest am letzten Wochenende würden auch 3000 Parkplätze nicht ausreichen. Auch bei den Bundesligaspielen der Dortmunder Borussia ist der Parkplatz voll.

Lediglich in den Ferien, wenn viele Menschen Urlaub haben und die Pendler weniger werden, gäbe es auch genügend Parkplätze für die Parkbesucher. Aber man arbeite schon seit sechs Monaten an dem Problem und im August werde man eine Lösung präsentieren.

Wie die dann aussehen wird, konnte Patrick Knopf noch nicht genau sagen. Klar ist aber, dass es nur gemeinsam mit den Anrainern der Straße Am Rombergpark geht. Nötig ist es auf jeden Fall, da auch die Johanniter-Klinik eine Erweiterung anstrebt – und die Besucher dann auch erheblich mehr Parkraum beanspruchen.