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Streit um knapp 3000 Euro: Erzieherin verklagt Polizei

Polizei nimmt Frau auf Brückstraße Geld ab

Fast 3000 Euro in kleinen Scheinen: So viel Geld hatte eine Erzieherin aus Berlin lose in ihrer Handtasche, als sie auf der Brückstraße in Dortmund kontrolliert wurde. Die Polizei nahm ihr das Geld weg. Zu Recht? Das entscheiden jetzt die Richter.

DORTMUND/GELSENKIRCHEN

, 02.05.2018
Streit um knapp 3000 Euro: Erzieherin verklagt Polizei

© Jörn Hartwig

Die Kindergärtnerin war von ihrer Heimatstadt Berlin nach Dortmund gereist und hatte sich hier mit einer Freundin getroffen. Was die Frauen nicht wussten: Als sie über die Brückstraße in der Dortmunder Innenstadt schlenderten, wurden sie von einem Polizisten in Zivil beobachtet.

Für den Beamten waren die Frauen zwar eigentlich uninteressant (es lief gerade eine ganz andere Observation), doch als plötzlich ein Mann hinzukam und alle drei einen engen Kreis bildeten, wurde er wachsam.

„Ich habe gesehen, wie die Frau ihre Handtasche geöffnet hat und der Mann seine Hände hineingesteckt hat“, sagte der Beamte am Mittwoch als Zeuge vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen. Außerdem habe er Geldscheine gesehen – und zwar zwischen den Händen des Mannes. „Das war sehr seltsam.“

Erzieherin wollte angeblich mit ihrer Freundin shoppen

Die Polizei glaubt, dass der Frau Geld aus Drogengeschäften übergeben worden ist und hat es deshalb auch sofort konfisziert. Es waren genau 2960 Euro, aufgeteilt auf 164 Scheine, die teilweise verdreckt, angerissen oder verknittert waren.

Vor Gericht klagt die Frau nun auf Rückgabe des Geldes. Sie hatte damals erklärt, dass sie einfach nur mit ihrer Freundin shoppen wollte. Dafür habe sie das Geld mitgebracht. Was jedoch stutzig macht: Die Summe ist fast dreimal so hoch wie ihr monatliches Netto-Einkommen in einer Berliner Kindertagesstätte.

Wie die Richter den Fall sehen, ist noch unklar. Sie wollen weitere Zeugen hören.

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