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Rapper M.I.K.I. widmet Borussias Torhüter ein emotionales Lied

Abschiedssong für BVB-Legende Roman Weidenfeller

Nach 16 Jahren hat Roman Weidenfeller seine Karriere als aktiver Spieler bei Borussia Dortmund beendet. Rapper M.I.K.I. hat ihm zum Abschied einen Song gewidmet. Es ist eine Liebeserklärung an eine BVB-Legende. Und Weidenfeller hat bereits darauf reagiert.

Dortmund

, 29.05.2018
Rapper M.I.K.I. widmet Borussias Torhüter ein emotionales Lied

Miki Puljic rappt über Roman Weidenfeller. Das Video zum Lied wurde mit Fans am Stadion gedreht. © Screenshot

Wenn es einer verdient hat, einen eigenen Song zu bekommen, sagt Miki Puljic, dann ist es Roman Weidenfeller. „Er hat eine Ära geprägt“, sagt der 29-jährige Rapper und BVB-Fan. Es gebe nur noch wenige Fußballer wie den BVB-Torhüter, der dem Verein so lange die Treue gehalten habe, der sich mit Borussia Dortmund so sehr identifiziere.

Und so hat er, der sich als Rapper M.I.K.I. nennt, als Weidenfeller seinen Abschied zum Saisonende bekannt gab, beschlossen, einen Song für ihn zu schreiben. Einen, mit dem er sich bei dem Torhüter für all seine Verdienste in den vergangenen 16 Jahren bedanken kann. Herausgekommen ist eine Liebeserklärung verpackt als Rap-Song, die gleich hochemotional beginnt: „Roman“, singt Miki Puljic, „ich schreib diesen Song mit einem Kloß in meinem Hals. Wir hatten viele Keeper hier, du bist der größte von allen.“

Hunderttausende Aufrufe

Der Song, er trägt den Titel „Für immer Deutscher Meister“ ist vor gut einer Woche erschienen, hat bei Facebook und Youtube schon jetzt Hunderttausende Aufrufe. Vielleicht auch wegen Zeilen wie dieser: „Dortmunder Legende, hast 'ne Ära geprägt, von der sie in 100 Jahren noch am Borsigplatz erzählen. Einer der letzten dieser Ära, der jetzt leider auch das Boot verlässt. Roman Weidenfeller wird jetzt auf seinen Thron gesetzt. Ich verneige mich.“

Für das Video zum Song hat sich Miki Puljic mit Weidenfeller-Fans vor dem BVB-Stadion getroffen. Auch einige Kinder sind mit dabei. Sie alle tragen ein Weidenfeller-Trikot. Zwischendurch werden Szenen aus Weidenfellers Karriere eingespielt - unter anderem die, als Weidenfeller 2012 im Spiel gegen Bayern München den Elfmeter hielt. Und dazu rappt Miki: „Und ein Moment, der wird niemals vergessen. Robben schießt nach unten rechts und die fliegst in die Ecke. Hältst nicht nur den Elfmeter, sondern für die Stadt den Titel fest.“

„Emotionaler geht's nicht“

Der Song hat auch den Adressaten selbst schnell erreicht. „Roman Weidenfeller hat mir geschrieben und sich bedankt“, erzählt Miki Puljic. „Es sei ihm eine Ehre und es haben ihn stolz gemacht.“ Bei Instagram hat sich Weidenfeller - ebeso wie seine Frau Lisa - auch öffentlich bedankt. „Emotionaler geht's nicht“ schrieb er dort.

Der Torhüter un der Rapper wollen sich nun auch noch einmal persönlich treffen, erzählt Puljic mit Stolz in der Stimme.So wie er stolz im Refrain singt: „Und jetzt packt ihn in die Elf des Jahrhunderts rein. Roman Weidenfeller ewig Dortmunds Nummer 1. Bei dir sieht man, dass Borussia verankert ist. 16 Jahre BVB. Roman, ich bedanke mich.“

Nicht der erste BVB-Song

Miki Puljic rappt schon seit vielen Jahren. Er kommt aus Herne, ist aber Teil des in Dortmund ansässigen Musiklabels Kopfnussmusik. Über die Jahre hat er schon so einigen BVB-Spielern Songs gewidmet. Den allerersten vor sieben Jahren Leonardo Dede. Auch Kuba - der sogar zwei -, Kevin Großkreutz und Marco Reus haben Songs bekommen.

Bekannt wurden Puljic und seine Kollegen aber vor fünf Jahren mit einem Anti-Song: Als Mario Götze seinen Wechsel zu den Bayern bekannt gab, veröffentlichten sie einen Anti-Götze-Song - und handelten sich eine Klage des mittlerweile wieder beim BVB spielenden Profis ein.

„Er hätte ein letztes Spiel verdient gehabt“

Auch Mats Hummels bekam einen Song von Miki Puljic und wechselte dann später. Er sei da mittlerweile sehr vorsichtig, wem er einen Song widme. Weidenfeller, so viel steht fest, habe ihn aber mehr als verdient. Nur mit einem ist Puljic, der seit vielen Jahren eine Dauerkarte für die Südtribüne hat, nicht einverstanden: „Roman hätte es verdient gehabt, beim letzten Heimspiel in Dortmund zu spielen.“ Das nehme er Peter Stöger übel. „Wir hätten auch 5:0 verlieren können. Hauptsache Roman hätte gespielt.“

Ein offizielles Abschiedsspiel bekommt die BVB-Legende aber dann doch noch: Am 7. September steigt im Signal Iduna Park ein Freundschaftsspiel mit vielen BVB-Allstars. Und einen Monat später, am 5. Oktober, will Miki Puljic sein neues Album „Pottbalgen“ auf den Markt bringen.

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