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Dreyer kritisiert Wilhelm und pocht auf Sparvorschläge

Mainz. Erst im Herbst haben ARD, ZDF und Deutschlandradio ihre Reformpläne für die kommenden Jahre vorgestellt. Doch den Länderchefs reicht das nicht und machen Druck für neue Einsparungen. Bis zum 20. April wollen sie mehr sehen.

Dreyer kritisiert Wilhelm und pocht auf Sparvorschläge

Ulrich Wilhelm, Vorsitzender der ARD und Intendant des BR. Foto: Sven Hoppe

Die Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder, Malu Dreyer, besteht auf Nachbesserungen bei den Sparvorschlägen der öffentlich-rechtlichen Sender. Die Erwartungshaltung der Länder sei klar.

„Wir haben nach der Überprüfung der von den Anstalten im September 2017 vorgelegten Sparvorschläge durch die KEF ganz konkrete Nachbesserungen angemahnt“, teilte die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz am Donnerstag mit.

Zuvor hatte der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm erklärt, die ARD sehe derzeit keinen Spielraum für ein weiteres Sparpaket, ohne dafür am Programm zu kürzen.

Dreyer betonte, von den Sendern seien schriftliche Ausführungen bis zu diesem Freitag angefordert worden. „Ich erwarte, dass in den nachgebesserten Berichten weitere Vorschläge unterbreitet werden, wie die crossmediale Zusammenarbeit und der Abbau von Doppelstrukturen vorangetrieben werden können.“ Das werde im Länderkreis geprüft - auch unter Einbeziehung der unabhängigen KEF-Experten.

„Wir haben den Reformprozess in einem guten Dialog gestartet. Vor dem Hintergrund dieses noch laufenden Prozesses zwischen Anstalten und Ländern halte ich das Vorgehen des ARD-Vorsitzenden für nicht zielführend“, erläuterte Dreyer.

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