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Echo-Glanz für Preisträger Jan Vogler erloschen

Dresden. Früher war er stolz auf seine Echos, aber das war einmal. Sie haben ihren Wert verloren, meint Jan Vogler. Hinsichtlich einer Neuausrichtung hat der Cellist ganz genaue Vorstellungen.

Echo-Glanz für Preisträger Jan Vogler erloschen

Jan Vogler findet die Abschaffung des Echo richtig und logisch. Foto: Arno Burgi/Archiv

Nach der umstrittenen Preisverleihung an die Rapper Kollegah und Farid Bang sieht Cellist Jan Vogler seine drei Echo Klassik in anderem Licht.

„Mein Stolz auf die Auszeichnungen ist nun erloschen“, sagte der Künstler und Intendant der Dresdner Musikfestspiele am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. „Die begehrten Musiktrophäen, über die ich mich einmal so gefreut habe, haben allen Glanz eingebüßt, ihren Wert verloren.“

Die Abschaffung des Echo in bisheriger Form findet Vogler richtig und logisch. „Ein Kunstpreis braucht immer einen ethischen Aspekt“, erklärte der 54-Jährige. Musik müsse keineswegs politisch sein. „Aber wenn Musik menschenfeindlich wird, dann verfehlt sie ihr Hauptziel, Menschen zu sensibilisieren, Empathie und Idealismus zu stärken und Menschen durch das Kunsterlebnis näher zusammen zu bringen.“

Die Preisverleihung an das Rapper-Duo hatte kürzlich eine Kontroverse ausgelöst, weil ihr geehrtes Album als judenfeindlich kritisiert wird. Aus Protest gaben etliche Musiker ihre eigenen Preise zurück. Nach tagelanger öffentlicher Diskussion war die Auszeichnung in der bisherigen Form abgeschafft worden.

Vogler empfiehlt, künftig ausschließlich Künstler zu ehren, „deren Botschaft (...) die Werte unserer freien Gesellschaft verstärkt und für Toleranz, Menschlichkeit und Empathie einsteht. Einen solchen Preis haben wir inzwischen in Deutschland bitter nötig.“

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