Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige

„Eingekeiltes“ Tief sorgt für andauernde Gewitterneigung

Offenbach. Blitz und Donner, Hagel und Sturzfluten - heftige Unwetter sind derzeit der „Blockade“ des Tiefs „Wilma“ durch ein Hoch über dem Nordmeer geschuldet.

„Eingekeiltes“ Tief sorgt für andauernde Gewitterneigung

Ein Blitz entlädt sich in der Nacht hinter dem Tretbootsteg am Zwischenahner Meer in Niedersachsen. Foto: Mohssen Assanimoghaddam

„Das typische Wetter in Mitteleuropa ist das sogenannte Westwetter, das in schneller Folge durchzieht und wechselhaft ist“, sagte Christian Herold, Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD). „Jetzt aber sind Hoch und Tief eingekeilt und verlagern sich nur sehr langsam.“

Dort, wo sich dann ein Gewitter aufbaut, hält das Unwetter dann deutlich länger an als bei schnell durchziehenden Tiefdruckgebieten. „Es gibt nur schwache Druckgegensätze und kaum Höhenströme“, beschrieb Herold die derzeitigen Verhältnisse. „Und wenn es keinen Höhenwind gibt, kann das Gewitter nicht weiterziehen.“

Zuletzt gab es eine ähnlich stabile Wetterlage mit einem Tief über Mitteleuropa vor genau zwei Jahren, sagte Herold. Unwetter damals führten von Ende Mai bis Mitte Juni zu teilweise schweren Schäden. Das gilt besonders für die „Flut von Braunsbach“ in Baden-Württemberg am 30. Mai 2016. „Das Gewitter selbst war noch nicht mal so extrem - aber es stand sehr lange an einer Stelle und hat Unmengen an Niederschlag abgegeben“, schilderte der Meteorologe die damalige Lage.

Allerdings lag das Tiefdruckzentrum vor zwei Jahren genau über Deutschland. In diesem Jahr ist das Tiefdruckgebiet über Mitteleuropa nicht ganz so kräftig ausgeprägt und hat sein Zentrum über Frankreich.

Ganz andere Probleme als Starkregen haben einige Regionen im Nordosten Deutschlands, die vom Dauer-Hoch über Skandinavien beeinflusst werden: Nach wochenlanger Trockenheit ist beispielsweise in Teilen Brandenburgs und Niedersachsens die höchste Waldbrandgefahrenstufe ausgerufen worden.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Berlin. Selbst die Fußball-WM bringt nicht so recht freudige Ablenkung. Es ist was los in Deutschland und der Welt. Die AfD ist nur ein Ausdruck der Veränderungen. Plötzlich droht auch noch ein Kanzlerinnensturz. Gewissheiten gehen verloren, einiges verroht. Eine Bestandsaufnahme.mehr...

Berlin. Enormer Druck in Deutschland, Uneinigkeit in Europa: Bei dem Asyltreffen mit 16 EU-Staaten am Sonntag in Brüssel will Bundeskanzlerin Merkel auch einen Ausweg aus dem Machtkampf mit Innenminister Seehofer finden. Was kann sie noch erreichen?mehr...

Rom. So nicht! Die Italien macht vor dem Mini-Gipfel in Brüssel am Sonntag deutlich, dass es sich nicht mit einem vorgefertigten Entwurf zufrieden gibt. Merkel macht angeblich ein Zugeständnis.mehr...

Amman. Zu Hause lastet ein gewaltiger Druck auf der Kanzlerin. Die schwarze Schwester CSU lässt im Asylstreit nicht locker - es geht um Merkels politisches Schicksal. Doch die 63-Jährige kämpft.mehr...

Brüssel. Deutsches Leitungswasser kann man bedenkenlos trinken - aber es sauber zu halten, wird immer aufwendiger. Denn Überdüngung auf den Feldern lässt die Nitratwerte klettern. Ein Urteil heizt den Streit zwischen Bauern und Umweltschützern an: Braucht es strengere Regeln?mehr...