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Erste Bilanz: Mehrere Festnahmen bei Razzia in Essen

Essen. Bei einer groß angelegten Razzia in einem Essener Problemviertel hat die Polizei am Donnerstagabend sechs Personen festgenommen und mehrere Kilo an Tabak und Rauschgift sichergestellt. Insgesamt seien rund 800 Personen und mehrere Dutzend Gebäude durchsucht worden, teilte die Polizei Essen in einer ersten Bilanz mit. Das Viertel in der nördlichen Innenstadt war in der Vergangenheit häufig Ort gewalttätiger Auseinandersetzungen libanesischer Familienclans. Der Einsatz dauerte bis nach Mitternacht.

Erste Bilanz: Mehrere Festnahmen bei Razzia in Essen

Innenminister Herbert Reul (CDU) während einer Razzia in Essen. Foto: Ina Fassbender

Beteiligt waren neben 300 Polizisten auch 70 Mitarbeiter städtischer Behörden sowie Beamte von Zoll und Finanzamt. Überprüft wurden etwa Shisha-Bars, Imbissstuben und eine Cocktailbar. Die Gegend sei ein Kriminalitätsschwerpunkt, sagte ein Polizeisprecher. Bereits nach einer Stunde nahm die Polizei nach Angaben des Sprechers einen mit Haftbefehl gesuchten Mann fest. Festgenommen wurden auch mehrere Personen, die zur Abschiebung ausgeschrieben waren. Zwei Täter wurden bei dem Versuch, Pkws aufzubrechen, ertappt und festgenommen. Zudem wurde 30 Verkehrsverstöße geahndet.

Auch Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) und Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU) begleiteten den Einsatz. „Wir wollen zeigen, dass der Staat da ist, dass die Polizei sich kümmert“, sagte Reul am Rande. Die Methode sei: „Flagge zeigen, da sein, schnell sein, konsequent sein.“

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