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Ex-Erzieher muss wegen Missbrauchs dreieinhalb Jahre in Haft

Bückeburg. Wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern in einem Heim hat das Landgericht Bückeburg einen ehemaligen Erzieher zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sah in dem unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführten Prozess fünf Fälle teils schweren Missbrauchs für erwiesen an, teilte das Gericht am Dienstag mit. In zehn weiteren Fällen wurde der 46-Jährige mangels Beweisen freigesprochen. Zu dem Missbrauch soll es zwischen 1999 und 2009 in Rinteln in einem Heim für Kinder und Jugendliche mit besonderem sozialpädagogischem Betreuungsbedarf gekommen sein. Die Anklage hatte dreieinhalb Jahre Haft und die Verteidigung Freispruch gefordert. Der Angeklagte hatte die Vorwürfe bestritten.

Der Missbrauch soll sich in dem Heim, aber auch auf Ferienfreizeiten und im Auto des damaligen Erziehers abgespielt haben, hieß es in der Anklage. Der Angeklagte hat heute beruflich keinen Kontakt zu Jugendlichen mehr und lebt im benachbarten Kreis Lippe. Die Vorwürfe kamen erst später ans Licht und wurden von der Polizei in beharrlichen Ermittlungen weiter geprüft und konkretisiert. Ein möglicher Betroffener hatte sich zunächst an die Behörden gewandt. Obwohl sein konkreter Fall bereits verjährt war, nahm die Polizei Ermittlungen auf.

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