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Raub in Südkirchen

Fast acht Jahre Haft für brutalen Raubüberfall

Südkirchen/Münster Der brutale Raubüberfall auf einen Unternehmer in Südkirchen hat vor viereinhalb Jahren den ganzen Ort schockiert. Am Montag hat das Landgericht Münster den Täter verurteilt.

Fast acht Jahre Haft für brutalen Raubüberfall

Der Prozess fand am Landgericht Münster statt. Foto: picture alliance / Friso Gentsch

Das damalige Opfer war dafür nicht noch einmal ins Gericht gekommen. Der heute 58-jährige Geschäftsmann hatte seine Aussage bereits am ersten Verhandlungstag gemacht und dabei tiefe Einblicke in sein Seelenleben gegeben. Er habe rund ein Jahr nach dem Überfall vom Dezember 2013 eingesehen, dass er nicht mehr in der Lage war zu arbeiten. Daher habe er seine Firmenanteile verkauft und halte sich heute größtenteils in einem Ferienhaus an der See auf.

Jahrelange Drogensucht


Der Angeklagte hatte sich für seine Tat entschuldigt. Dass er am Montag zu sieben Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt wurde, nahm er ohne Regung zur Kenntnis. Schließlich weiß auch er, dass ihm die Entscheidung der Richter durchaus noch eine Chance zubilligt.

Die Richter ordneten nämlich gleichzeitig die Unterbringung des jungen Mannes in einer Entziehungsklinik an. Seit Jahren nimmt der Angeklagte regelmäßig Kokain und Marihuana zu sich. Die Richter sind davon überzeugt, dass nur eine professionelle Therapie ihm eine Perspektive für eine Zukunft ohne Straftaten ermöglicht.

Zweijährige Therapie

Konkret bedeutet das Urteil nun folgendes: Der Mann muss zwei Jahre und acht Monate in Haft verbringen, ehe sich eine vermutlich zweijährige Therapie in einer geschlossenen Klinik anschließt. Absolviert der 30-Jährige diese erfolgreich, könnte er im Anschluss vorzeitig auf Bewährung entlassen werden.

Der Angeklagte hatte im Prozess zugegeben, den Geschäftsmann im Dezember 2013 in dessen Wohnhaus in Südkirchen überfallen, gefesselt, geknebelt und ausgeraubt zu haben. Während der 30-Jährige behauptet, dabei habe es sich um eine Spontantat gehandelt, die er auch noch im Drogenrausch verübt habe, nimmt ihm dies die psychiatrische Sachverständige nicht so recht ab. „Es gibt keinen Hinweis auf eine fehlende Tatplanung“, sagte die Expertin am Montag. „Der Täter ist gezielt vorgegangen und hat umsichtig gehandelt.“

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