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Federal Reserve lässt Leitzins unangetastet

Washington. Die US-Notenbank hält erst einmal still, macht aber deutlich: Die Inflation zieht an, weitere Zinserhöhungen könnten bald folgen.

Federal Reserve lässt Leitzins unangetastet

Jerome Powell, Chef der US-Notenbank Federal Reserve, bei einer Pressekonferenz. Foto: Carolyn Kaster/AP

Die US-Notenbank Federal Reserve hat ungeachtet einer anziehenden Inflation ihren Leitzins zunächst unverändert gelassen. Das teilte die Bank nach der Mai-Sitzung ihres Offenmarktausschusses am Mittwoch mit und erfüllte damit die Erwartungen der Märkte.

Der Leitzins der Federal Funds Rate liegt seit der jüngsten Erhöhung im März dieses Jahres in einem Korridor von 1,50 bis 1,75 Prozent. Dies war die sechste Anhebung seit der Finanzkrise.

Nach langer Zeit einer zu schwachen Inflation prognostiziert die Notenbank erstmals wieder eine Rate im Zielband von zwei Prozent für die nächsten zwölf Monate. Die Inflation unter Ausklammerung der Preise für Nahrungsmittel und Energie hatte im März bereits bei 1,9 Prozent gelegen. Dies gibt Spielraum für weitere Zinsanhebungen, wie sie die Fed in moderatem Rahmen bereits angekündigt hatte.

Die Notenbank geht weiter von einem moderaten Wirtschaftswachstum in den USA und von einer stabilen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt aus. Mit einer Arbeitslosenquote um die vier Prozent steht der US-Arbeitsmarkt seit Monaten gut da.

Allgemein wird damit gerechnet, dass die US-Notenbank in diesem Jahr noch mindestens zwei Mal den Leitzins anheben wird. Aufgrund der Inflationsaussichten erwarten einige Experten nun sogar drei weitere Zinserhöhungen im Jahr 2018. Damit koppeln sich die USA weiter von der Zinsentwicklung in Europa ab, wo die Europäische Zentralbank zuletzt weiterhin keine Signale sendete, sich von der Nullzins-Politik zu verabschieden.

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