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Festival „Extraschicht“ Ende Juni an 50 Orten im Ruhrgebiet

Herten. Wenn Seiltänzer an Kühltürmen balancieren, Chöre in Industriehallen singen und eine Feuershow „Schichtwechsel“ heißt, ist mal wieder „Extraschicht“ im Ruhrgebiet. Zur 18. Nacht der Industriekultur am 30. Juni werden 2000 Künstler erwartet, diesmal an 50 Spielorten zwischen Moers und Unna. Zwischen 18 Uhr und 2 Uhr nachts werden rund 200 000 Besucher erwartet, wie die Ruhr Tourismus GmbH am Donnerstag in Herten berichtete. Auf dem Programm stehen Lesungen, Konzerte, Ausstellungen, Sonderführungen und Performances.

Festival „Extraschicht“ Ende Juni an 50 Orten im Ruhrgebiet

Der Förderturm der Zeche Ewald ist beleuchtet, während im Vordergrund Besucher vorbeiströmen. Foto: Marcel Kusch/Archiv

Ein Schwerpunkt ist das bevorstehende Ende der Steinkohleförderung. So treffen sich etwa auf dem Welterbegelände Zollverein in Essen rund 2000 Mitglieder von bergmännischen Musik- und Spielmannszügen sowie Knappenvereinen beim diesjährigen Deutschen Bergmannstag. Auf der Kokerei Hansa in Dortmund gibt es kurz vor Mitternacht eine artistische Feuershow. In der früheren Maschinenhalle Pattberg in Moers wuselt ein als Bergarbeiter verkleideter Chor durch die Halle und singt.

Auf der stillgelegten Zeche Schlägel und Eisen in Herten können die Besucher Kindheit und Jugend inmitten des Bergbaus in den 1960er und 70er Jahren nachempfinden. In Videoprojektionen erzählen Steiger, Schichtführer und Fördermaschinisten von ihren Leidenschaften.

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