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Förderbank KfW verdient weniger - Zinsflaute belastet

Frankfurt/Main. Zwei Projekte stehen beim neuen KfW-Chef Bräunig in diesem Jahr ganz oben auf der Agenda. Er reagiert damit auch auf Kritik der Finanzaufsicht Bafin.

Förderbank KfW verdient weniger - Zinsflaute belastet

Im vergangenen Jahr sagte die KfW, die dem Bund und den Ländern gehört, Fördergelder von insgesamt 76,5 Milliarden Euro zu. Foto: Frank Rumpenhorst

Die staatliche Förderbank KfW bekommt die Zinsflaute zunehmend zu spüren. Im vergangenen Jahr fiel der Konzerngewinn mit gut 1,4 Milliarden Euro wie angekündigt niedriger aus als im Jahr zuvor.

Damals hatte die KfW beim Überschuss knapp die Marke von zwei Milliarden Euro überschritten, obwohl üppige Gewinne nicht das Hauptziel des Instituts sind. „Wir haben immer gesagt, dass wir keine Zwei-Milliarden-Euro-Bank sind“, sagte der neue Vorstandschef Günther Bräunig bei der Vorstellung der Bilanz 2017.

„Ergebnisse von 1,5 bis 2 Milliarden Euro sind wegen der Niedrigzinsen vorerst passé“, ergänzte Finanzvorstand Bernd Loewen. Das Institut sei zufrieden, wenn sie zwischen 1 Milliarde bis 1,5 Milliarden Euro lägen. Die Niedrigzinsen belasten die wichtigste Ertragsquelle, den Zinsüberschuss.

Bräunig, der seit Anfang des Jahres an der Spitze des Instituts steht, zeigte sich dennoch zufrieden. „Mit dem Ergebnis verbessert die KfW in einem unverändert schwierigen Zinsumfeld und bei erhöhten regulatorischen Anforderungen die wichtige Kapitalbasis.“ Bräunig ist Nachfolger des Ende März verstorbenen Ulrich Schröder, der sein Amt Ende 2017 niederlegt hatte.

Ganz oben auf der Agenda des Vorstandschefs stehen in diesem Jahr der Abschluss großer IT-Projekte und Verbesserungen bei der internen Revision. Nach Kritik der Finanzaufsicht Bafin, die Revision prüfe nicht breit und tief genug und habe nicht genug Leute, habe die KfW einen Maßnahmenplan erarbeitet, sagte Bräunig.

Die großen IT-Modernisierungsprojekte sollen spätestens im ersten Quartal 2019 abgeschlossen sein. Unterstützung holt sich die KfW von der IT-Chefin der BayernLB, Melanie Kehr. Die 43-Jährige soll voraussichtlich im Herbst ihren Job als Generalbevollmächtigte in Frankfurt antreten und im kommenden Jahr in den Vorstand der Förderbank aufrücken.

Im vergangenen Jahr sagte das Institut, das dem Bund (80 Prozent) und den Ländern (20 Prozent) gehört, Fördergelder von 76,5 Milliarden Euro zu. 2016 waren es 81 Milliarden gewesen. In Deutschland verringerte die KfW angesichts der robusten Wirtschaftsentwicklung und des guten Finanzierungsumfeldes ihr Volumen um 6 Prozent auf 51,8 Milliarden Euro.

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