Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Frau springt in Panik aus dem Fenster - Lebensgefahr

Dramatischer Brand in Bochumer Mehrfamilienhaus

Furchtbare Szenen haben sich am späten Dienstagabend bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Bochum abgespielt. Eine Frau sprang in Panik aus dem Fenster und wurde lebensgefährlich verletzt. Als die Feuerwehr eintraf, stand sie vor einer dramatischen Situation. 

BOCHUM

, 28.03.2018
Frau springt in Panik aus dem Fenster - Lebensgefahr

Bei dem Brand in diesem Wohnhaus in Bochum-Wattenscheid sind fünf Menschen verletzt worden. Eine Frau schwebte nach einem Sprung aus dem Fenster ihrer brennenden Dachgeschosswohnung zunächst in Lebensgefahr. Auch ein Feuerwehrmann ist unter den Verletzten.  © dpa

Bei einem Wohnungsbrand im Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses an der Bochumer Straße in Bochum-Wattenscheid ist am Dienstagabend eine Frau lebensgefährlich verletzt worden. Vier weitere Menschen wurden leicht verletzt, darunter auch ein Feuerwehrmann. 

"Hier im Haus brennt alles, eine Frau ist schon aus dem Fenster gesprungen" - so lautete einer von mehreren Notrufen, die die Bochumer Feuerwehrleitstelle um 22.39 Uhr erreichten. Aufgrund der Meldungen schickte die Wehr umgehend zwei Löschzüge sowie Einheiten des Rettungsdienstes zur Bochumer Straße.

Frau lag lebensgefährlich verletzt hinter dem Haus

Als der Löschzug der Feuerwache Wattenscheid nur wenige Minuten später am Einsatzort eintraf, bot sich den Einsatzkräften laut Feuerwehr "eine dramatische Situation." In einer Dachgeschosswohnung des Mehrfamilienhauses brannte ein Zimmer in voller Ausdehnung, eine Frau war bereits aus einem Fenster dieser Wohnung gesprungen und lag lebensgefährlich verletzt hinter dem Haus.

Für die Feuerwehr kam weiterhin dazu, dass in der Brandwohnung noch eine weitere Person vermutet wurde, auch viele der übrigen Bewohner des Hauses befanden sich noch in ihren Wohnungen. Eine Frau hatte bei dem Versuch in die Dachgeschosswohnung zu gelangen, um der Bewohnerin zu helfen, eine Rauchvergiftung erlitten. Auch zwei weitere Bewohner atmeten beim Fluchtversuch aus dem Haus Brandrauch ein und wurden dadurch leicht verletzt.

Die Rettungskräfte und ein Notarzt kümmerten sich zuerst um die lebensgefährlich verletzte Frau, zwei Trupps unter Atemschutz suchten in der brennenden Dachgeschosswohnung nach der vermissten Person. Außerdem stellte die Feuerwehr zwei Drehleitern auf der Rückseite des Hauses auf. 

Auch das Nachbarhaus wurde evakuiert

Parallel dazu wurden alle Bewohner des betroffenen Hauses sowie des direkt angrenzenden Hauses evakuiert und zunächst im Vorraum einer Sparkasse, später in einer Straßenbahn der Bogestra durch Rettungsdienstkräfte und einen Seelsorger betreut.

Der in der Dachgeschosswohnung zunächst vermisste Mann meldete sich später wohlbehalten bei den Einsatzkräften. Den Brand selbst hatte die Feuerwehr innerhalb von 30 Minunten unter Kontrolle.

Eine Ausbreitung auf weitere Wohnungen und das Nachbarhaus konnte die Wehr verhindern. Allerdings musste sie Teile des Daches entfernen, um alle Brandnester zu löschen. Daher dauerte der Einsatz der insgesamt 60 Einsatzkräfte bis tief in die Nacht. Die Brandwohnung wurde durch das Feuer komplett zerstört. Durch die Stadtwerke wurde das Gebäude vom Stromnetz getrennt. Die übrigen Wohungen des Hauses konnten nach Abschluss der Löscharbeiten jedoch wieder betreten werden.

Zur Brandursache hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen.