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Fünf Vereine, vier Plätze, sechs Punkte: Das Euro-Rennen

Frankfurt/Main. Frankfurt und Hoffenheim haben sich am Sonntag 1:1 getrennt. Beide wollen in den Europapokal und beide waren deshalb froh, nicht verloren zu haben. Denn der Kampf um die begehrten Plätze ist hart.

Fünf Vereine, vier Plätze, sechs Punkte: Das Euro-Rennen

Enttäuschung bei Hoffenheims Kerem Demirbay (vorn) und Frankfurts Marius Wolf nach dem 1:1. Foto: Thomas Frey

Fünf Vereine spielen um drei oder sogar vier Plätze und sind vor dem Montagabendspiel nur sechs Punkte voneinander getrennt:

Das Rennen um die Champions- und Europa-League-Ränge der Fußball-Bundesliga ist hart umkämpft und wird nach Lage der Dinge bis zum letzten Spieltag spannend bleiben.

Eintracht Frankfurt, RB Leipzig, Bayer Leverkusen, 1899 Hoffenheim und mittlerweile auch wieder Borussia Mönchengladbach sind auf den Plätzen vier bis acht so nah beieinander, dass niemand sich mehr einen großen Rückschlag erlauben kann. Nach dem 1:1 (0:0) zwischen den direkten Konkurrenten Frankfurt und Hoffenheim waren am Sonntagabend jedenfalls beide Seiten sehr zufrieden. Denn beide hatten nicht verloren.

„Wir haben Hoffenheim auf Abstand gehalten. Das ist auch ein Zeichen“, sagte Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic. „Das wird ein harter Kampf bis zum Schluss und wir sind froh, dass wir dabei sind.“

46 Punkte hat jetzt die Eintracht, 43 die TSG auf Platz sieben. Und selbst dieser siebte Tabellenplatz wird mit großer Wahrscheinlichkeit in einen internationalen Wettbewerb münden - falls einer der ersten Sechs den DFB-Pokal gewinnt. „Wir hatten heute eine große Chance, noch näher heranzukommen an die sechs wirklich interessanten Plätze. Aber wichtig ist erst einmal, dass der Rückstand nicht größer geworden ist“, sagte auch Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann.

Das Rennen um die drei Champions- und drei Europa-League-Plätze hinter dem alten und neuen deutschen Meister FC Bayern München ist auch deshalb so spannend, weil es in der Endphase der Saison ständig zu direkten Duellen kommt. Am heutigen Montag (20.30 Uhr/Eurosport) spielen Leipzig und Leverkusen gegeneinander, am kommenden Samstag dann Leverkusen und Frankfurt, gefolgt von der Partie zwischen Leipzig und Hoffenheim wieder nur eine Woche später.

Für die Eintracht spricht ihre enorme Widerstandsfähigkeit und physische Kraft. Sie musste gegen Hoffenheim schon vor dem Spiel die Verletzungen von Ante Rebic und Omar Mascarell wegstecken, dann kamen nach der Führung durch Luka Jovic (49. Minute) auch noch der Ausfall des Torschützen (55.) und der schnelle Ausgleich durch Serge Gnabry (56.) hinzu. Doch diese Mannschaft marschierte einfach weiter - mit dem gewohnten Ehrgeiz und ungebremster Energie. „Alle, die auf dem Platz waren, sind an ihre Grenzen gegangen“, lobte Trainer Niko Kovac. „Aber wir müssen uns weiter strecken, wir sind noch lange nicht durch. Gladbach schiebt jetzt auch wieder von hinten.“

Für Hoffenheim spricht weiter die starke Form und die individuelle Qualität dieses Teams. Gnabry, Andrej Kramaric oder auch Florian Grillitsch: Sie alle sind in ihren Leistungen in den vergangenen Wochen geradezu explodiert. „Ich denke, dass wir auf jeden Fall die Europa League schaffen“, sagte Verteidiger Kevin Akpoguma selbstbewusst. „Wir sind zu Hause sehr, sehr stark. Und in Leipzig oder in Stuttgart sind ja auch noch Punkte zu holen.“

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