Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Fußball: Carsten Niehues muss weiter zittern

DAVENSBERG Keine Entscheidung brachte der erste Verhandlungstag im Zivilprozess gegen Carsten Niehues von Davaria Davensberg II vor dem Amtsgericht Münster.

von Ruhr Nachrichten

, 24.06.2008
Fußball: Carsten Niehues muss weiter zittern

Carsten Niehues bestreitet, seinen Gegenspieler mit einer Beinschere verletzt zu haben.

Niehues war von dem Fußballer Kevin Russel (TuS Hiltrup) auf Schadensersatz verklagt worden, nachdem dieser sich im Freundschaftsspiel der beiden Reservemannschaften Anfang August 2007 schwer verletzt hatte (wir berichteten). Sollte die ungewöhnliche Klage erfolgreich sein, müsste Niehues für sämtliche Schäden aufkommen.

Laut Russels Angaben habe der Davare ihm die Verletzung mit einer sogenannten Beinschere zugefügt. Carsten Niehues bestreitet dies und bekam vor Gericht indirekte Unterstützung vom Schiedsrichter der Partie. Dieser sagte aus, er habe den Zweikampf zwar als Foulspiel bewertet, aber nicht als grobes Foulspiel oder als Tätlichkeit.

"Der Spieler Niehues ist zu spät gekommen, hatte aber die Möglichkeit den Ball zu spielen." Der Referee hatte das Spiel deshalb nicht sofort unterbrochen, sondern die Vorteilsregel angewendet.

Die Richterin kündigte an, zunächst sämtliche Aussagen - auch von Spielern aus Hiltrup und Davensberg - auszuwerten und dann eine Entscheidung treffen zu wollen. Acht Zeugen von beiden Mannschaften hatte die entscheidende Szene in unterschiedlichen Variationen wiedergegeben.

Möglicherweise müsse die Beweisaufnahme noch fortgesetzt werden. Auch eine Entscheidung über den Antrag des Rechtsanwalts von Kevin Russel, ein medizinisches Sachverständigungsgutachten über die Verletzung in Auftrag zu geben, fällte die Richterin noch nicht.