Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige

Gefährlicher Schulweg? Gemeinde muss kein Busticket bezahlen

Münster. Weil Eltern Angst um ihre Tochter haben, soll sie nicht zur Schule laufen. Doch die Stadt weigert sich, die Kosten für den Bus zu übernehmen. Die Gerichte sind sich nicht einig, ab wann ein Schulweg als gefährlich gilt.

Gefährlicher Schulweg? Gemeinde muss kein Busticket bezahlen

Wegen der subjektiv empfundene Sorge der Eltern übernimmt die Gemeinde keine Fahrtkosten. Foto: Patrick Pleul

Der Schulweg ist teilweise schlecht beleuchtet und die Eltern sorgen sich um die Sicherheit ihrer Tochter - trotzdem muss die Gemeinde Wegberg bei Mönchengladbach einer Schülerin kein Busticket zahlen. Das entschied das Oberverwaltungsgericht Münster.

Zwar äußerten die Richter Verständnis für die subjektiv empfundene Sorge der Eltern um ihre Tochter. Jedoch sahen sie die Schwelle der besonderen Gefährlichkeit in diesem Fall nicht erreicht. So könnten sich Kinder bei einem dunklen Schulweg mit einer Taschenlampe behelfen. Eine Revision gegen die Entscheidung ließen die Richter nicht zu.

Laut Gesetz müssen Kommunen die Wegekosten zur Schule nur für längere Strecken ersetzen. Eine Ausnahme: ist der Schulweg besonders gefährlich, können die Kosten auch bei kürzeren Strecken von unter zwei Kilometern übernommen werden.

In erster Instanz hatte das Verwaltungsgericht Aachen der Familie noch Recht gegeben und die Stadt Wegberg verpflichtet, die Kosten für die Tochter im Schuljahr 2015/16 zu zahlen. Denn nach Ansicht der Aachener Richter vom Mai 2016 ist der Schulweg des Mädchens in die Grundschule durchaus risikoreich.

Ein Teilstück des Weges könne nicht ausreichend eingesehen werden, es gebe keine Straßenlaternen und es werde auch nicht immer beobachtet. Außerdem könne eine Schülerin im Fall eines Übergriffs keine schnelle Hilfe erwarten. Dieser Einschätzung folgten die Münsteraner Richter nicht.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Bonn. Sind Menschen an Demenz erkrankt, schwindet oft ihr Geruchssinn. Weil sie damit auch die Fähigkeit zu schmecken verlieren, sollten die Mahlzeiten besonders appetitlich aussehen. Auch eine ruhige Atmosphäre beim Essen hilft.mehr...

Frauen, Familie und Senioren

Wenn Kinder dauerhaft verschwinden

Hamburg. Das Verschwinden des eigenen Kindes ist der Alptraum aller Eltern. Tausende Jungen und Mädchen werden jährlich in Deutschland als vermisst registriert. Die Meisten tauchen wohlbehalten wieder auf. Doch für manche Eltern gibt es keine positive Nachricht.mehr...

Köln. Normalerweise sind Großeltern mit ihren Enkelkindern nur für ein paar Stunden zusammen. Anders ist es bei einem gemeinsamen Urlaub. Hier erfordert die gemeinsame Zeit etwas Planung. Allerdings sollten Großeltern die Tage auch nicht zu sehr füllen.mehr...

Frauen, Familie und Senioren

Make-up-Kniffe für Best Ager

Schmitten. Wer sein Leben lang Make-up getragen hat, möchte das häufig auch im Alter tun. Reifere Haut hat jedoch spezielle Bedürfnisse. Und erste Falten wollen kaschiert werden. Experten verraten, mit welchen Tricks und Kniffen sich Frauen ab 60 optimal schminken.mehr...

Frauen, Familie und Senioren

Wie Trotzanfälle nicht eskalieren

Fürth. Im Kleinkindalter beginnt bei Kindern die Trotzphase. So kann es jederzeit passieren, dass die Kleinen ohne ersichtlichen Anlass einen Wutanfall bekommen. Am besten reagieren Eltern, indem sie das Kind aus der Situation herausholen.mehr...

Frauen, Familie und Senioren

Entspannt reisen mit Kindern

Hamburg. Eins hat schlechte Laune, eins bockt, das dritte schläft nicht: Urlaub mit Kindern kann für Eltern zur Zerreißprobe werden. Muss er aber nicht. Neun Tipps für eine gelungene Familien-Auszeit.mehr...