Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Geld-Rekorde purzeln bei DFB und Spielern

Tenero (dpa) Durch den Einnahme-Rekord haben sich Michael Ballack & Co. schon jetzt die Geldbörsen voll gemacht, aber der ganz große Zahltag könnte für die Kicker und den Verband erst noch kommen.

Geld-Rekorde purzeln bei DFB und Spielern

Die deutschen Nationalspieler profitieren auch finanziell von ihren Erfolgen.

Jeder deutsche EM-Spieler hat nach dem Zittersieg über die Türkei bereits 150 000 Euro als Prämie sicher. Das ist der höchste Betrag, der in der Geschichte des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) jemals ausgezahlte wurde. Der Spitzenbetrag lag bisher bei 100 000 Euro für das WM-Halbfinale 2006. Aber nicht nur die Profis dürfen sich auf ein sattes Urlaubsgeld freuen, auch in der DFB-Kasse klingelt es mehr denn je. Der Verband hat durch die Endspiel-Teilnahme bereits 19 Millionen Euro sicher und wird unter dem Strich wohl einen EM-Gewinn von zwei bis drei Millionen Euro verbuchen können, von dem auch die Bundesliga wieder partizipiert.

Noch mehr würden Verband und Nationalspieler beim Gewinn des vierten EM-Titels nach 1972, 1980 und 1996 absahnen. Der DFB hat die Rekordprämie von 250 000 pro Mann ausgelobt und kann durch einen Final-Erfolg seine eigenen Einnahmen auf 22 Millionen Euro hochschrauben. «Der Spitzenfußball stößt in immer neue Dimensionen vor. Es ist ganz normal, dass die davon partizipieren, die auf dem Platz stehen», sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger und hält die Summen für gerechtfertigt. «Es sind Unterhaltungskünstler, 80 Millionen Deutsche können das nicht. Was Jauch und Gottschalk können, kann auch nicht jeder.» 3,45 Millionen Euro an Prämien lässt sich der DFB bisher die Erfolge seiner «Showmaster» kosten.

Bescheiden muten dagegen zwar die 50 000 Euro der Fußball-Damen vom Verband plus ein paar FIFA-Geldern für den WM-Titel vor einem Jahr an, aber die internationale EM-Konkurrenz verdient zum Teil noch mehr als die «Poldi» und «Schweini». So sollen die Prämien-Könige aus Russland kommen und alleine für den Halbfinal-Einzug mehr als fünfmal so viel verdient haben wie die deutschen Kicker bislang. «Wenn ich sehe, dass die Kroaten für den Viertelfinal-Einzug 300 000 Euro pro Mann gezahlt haben, dann sind die 250 000 Euro Titelprämie maßvoll, auch wenn es für den kleinen Ehrenamtlichen unvorstellbar viel Geld ist», betonte Zwanziger. Die Nationalmannschaft sei zusammen mit der Bundesliga «sportlich, wirtschaftlich und gesellschaftlich die Grundplattform des DFB».

Im Falle eines Titelgewinns am Sonntag in Wien käme es zur ganz großen Auszahlung. Von Prämien wie die für die Profis um Kapitän Michael Ballack konnten Fritz Walter und seine Kameraden beim «Wunder von Bern» 1954 nur träumen. Neben dem Schwarz-Weiß-Fernseher und dem Koffer konnten sie noch je 2500 Mark und einen Motorroller mit nach Hause nehmen. 1974 kassierten die Spieler um Kapitän Franz Beckenbauer 70 000 D-Mark und durften danach einen VW-Käfer ihr Eigen nennen. Die 22 Weltmeister von 1990 wurden mit jeweils 125 000 Mark belohnt. Beim letzten Europameisterschafts-Erfolg 1996 hatte der Verband 100 000 Mark pro Mann ausgelobt. Die bisherige Rekord-Prämie von 300 000 Euro für dem WM-Titel 2006 hatte die DFB-Elf nach dem tränenreichen Halbfinal-Aus gegen Italien verpasst.

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Offenbach (dpa) Titelverteidiger Griechenland wird sein letztes Testspiel vor der Fußball-Europameisterschaft (7. bis 29. Juni) am 1. Juni auf dem Bieberer Berg in Offenbach gegen Armenien bestreiten, teilte Zweitligist Kickers Offenbach mit.mehr...

Rom (dpa) Marcello Lippi hat erstmals sein Comeback als italienischer Fußball-Nationaltrainer in Aussicht gestellt. Er hatte die «Azzurri» bei der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland zum Titel geführtmehr...

Internationaler Fußball

Frei: Schweiz kann bei der EM mithalten

Zürich (dpa) Der bei Borussia Dortmund spielende Schweizer Torjäger Alexander Frei sieht dem Duell gegen Deutschland am 26. März in Basel gelassen entgegen. Er sei sicher, dass die Schweizer Nationalmannschaft, in der sieben Bundesliga- Profis eingesetzt werden, gut mithalten werde.mehr...

Manchester (dpa) Schweden muss bei der Fußball-Europameisterschaft im Juni in Österreich und der Schweiz auf Erik Edman verzichten. Der 29 Jahre alte Verteidiger vom Premier-Ligisten Wigan Athletic erlitt bei der 1:3-Niederlage in Blackburn einen Kreuzbandriss.mehr...

München (dpa) Das weltweit größte Internet-Auktionshaus eBay lobt sein ausgeklügeltes Sicherheitssystem, dennoch warnt der Europäische Fußball-Verband UEFA vor dem Online-Kauf von Eintrittskarten für die Europameisterschaft.mehr...

Internationaler Fußball

Psycho-Kurs für enttäuschte EM-Fans

Wien (dpa) Österreichische Fußballfans können sich in einem Volkshochschulkurs in Wien bereits auf ein frühes Ausscheiden ihrer Mannschaft bei der Fußball-EM vorbereiten lassen.mehr...