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Griezmann führt Atlético zum Europa-League-Titel

Lyon. Antoine Griezmann, wer sonst? In seinem möglicherweise letzten großen Spiel für Atlético Madrid führt der Franzose sein Team zum Europa-League-Erfolg. Olympique Marseille ist nicht nur wegen der Niederlage bitter enttäuscht.

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German Burgos, der Co-Trainer von Atlético Madrid, musste seinen gesperrten Trainer Diego Simeone vertreten. Foto: Jan Woitas

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Das Objekt der Begierde: Die Europa-League-Trophäe. Foto: Thibault Camus/AP

Als einer der letzten Spieler von Atlético Madrid durfte auch Superstar Antoine Griezmann den Europa-League-Pokal in den Konfettihimmel von Lyon stemmen.

Der kleine Franzose jubelte fast ein wenig zurückhaltend - dabei hatte er mit seinem Doppelpack (21. Minute/49.) fast im Alleingang für den 3:0 (1:0)-Erfolg gegen Olympique Marseille gesorgt.

„Ich bin sehr glücklich. Ich habe so viele Jahre für so eine Erfahrung gearbeitet. Dafür habe ich im Alter von 14 Jahren meine Heimat verlassen“, sagte Griezmann. Sein Mitspieler Lucas lobte: „Griezmann ist einer der besten Spieler der Welt.“

Den dritten Treffer für Atlético erzielte Kapitän Gabi kurz vor Schluss (89.). Für die Spanier war es der dritte Europa-League-Sieg nach 2010 und 2012 - und für den nur wenige Kilometer in der Nähe des Stadions aufgewachsenen Griezmann das wohl letzte bedeutsame Spiel für Madrid. Der 27-Jährige steht vor einem Wechsel zum FC Barcelona.

Während Griezmann und seine Kollegen auf dem Spielfeld jubelten, feierte Trainer Diego Simeone die Treffer auf der Tribüne. Wegen seines Ausrasters im Halbfinal-Hinspiel beim FC Arsenal musste der gesperrte Argentinier von oben zuschauen, was ihn aber nicht am ausgelassenen Jubel hinderte. Die bitter enttäuschten Franzosen dagegen verpassten 25 Jahre nach ihrem Champions-League-Sieg 1993 den nächsten europäischen Titel.

Überlegen agierte Atlético aber anfangs ganz und gar nicht. Angefeuert von Zehntausenden Fans in der Arena des großen Rivalen Olympique Lyon startete Marseille klar besser. Schon vor dem Stadion hatten OM-Anhänger massenhaft Pyrotechnik abgebrannt - und das Feuerwerk setzte sich zu Beginn auch auf den Rängen fort. Das schien vor allem die Spanier mächtig zu beeindrucken.

Denn die Mannschaft des gesperrten Simeone bekam die agilen Franzosen zunächst überhaupt nicht in den Griff. Während Simeone auf der Tribüne nervös mitfieberte, unterliefen seinen von Co-Trainer German Burgos betreuten Spielern etliche Fehler. OM nutzte das aus und hatte schon nach vier Minuten eine Riesenchance, allerdings schoss Stürmer Valère Germain frei vor Torhüter Jan Oblak klar vorbei. Nur 180 Sekunden später ging auch ein Distanzschuss von Adil Rami daneben.

Aber dann passierte Marseille das, was gerade in einem großen Finale nicht passieren sollte: ein folgenschwerer Fehler. André Zambo Anguissa verstolperte im Mittelfeld einen holprigen Pass von Torwart Steve Mandanda - und leitete damit Griezmanns Führungstor ein. Kapitän Gabi steckte auf den Franzosen durch und der schob frei vor Mandanda gewohnt eiskalt ein.

Wenig später setzte sich die unerwartete Misere Olympiques sogar noch fort, als Kapitän Dimitri Payet (32.) verletzt ausgewechselt werden musste. Unter Tränen verließ Marseilles Offensivstar das Feld und wurde dabei auch von seinem Nationalmannschaftskollegen Griezmann getröstet. Möglicherweise wird die Verletzung Payet auch das WM-Ticket kosten. An diesem Donnerstag will Frankreichs Nationalcoach Didier Deschamps sein vorläufiges Aufgebot für das Turnier in Russland bekanntgeben.

Von dem doppelten Rückschlag erholten sich die Franzosen nicht mehr. Stattdessen wurden sie kurz nach dem Seitenwechsel erneut von Griezmann geschockt. Nach einer herrlichen Vorlage von Mittelfeldstratege Koke war der 27-Jährige erneut frei durch und spitzelte den Ball traumhaft über den chancenlosen Mandanda. Gefährlich wurde OM nur in der Schlussphase nochmal. Ein Kopfball von Kostas Mitroglou (80.) ging aber nur an den Innenpfosten.

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German Burgos, der Co-Trainer von Atlético Madrid, musste seinen gesperrten Trainer Diego Simeone vertreten. Foto: Jan Woitas

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Das Objekt der Begierde: Die Europa-League-Trophäe. Foto: Thibault Camus/AP

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