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Großbrand in Böner Recycling-Fabrik unter Kontrolle - A2 bleibt weiterhin frei

Großbrand in Bönen

Der Großbrand in mehreren Lagerhallen eines Wertstoffhofs in Bönen hielt die Feuerwehr auch am Sonntag in Atem. Erst am Nachmittag waren die offenen Feuer endlich gelöscht.

BÖNEN

von Jean-Pierre Fellmer, Wiebke Karla

, 30.06.2018
Großbrand in Böner Recycling-Fabrik unter Kontrolle - A2 bleibt weiterhin frei

Vier Lagerhallen waren zwischenzeitlich in Brand. © Bönen Live

Das Wichtigste in Kürze:

  • Vier von fünf Lagerhallen der Wertstoffaubereitungsanlage der GWA (Gesellschaft für Wertstoff- und Abfallwirtschaft Kreis Unna) haben am Samstagmorgen direkt neben der A2 Feuer gefangen.
  • Wegen der Trockenheit und des starken Windes hatte aus einem Schwelbrand ein Großbrand entwickelt. 200 Feuerwehrleute waren im Einsatz, neun Personen wurden leicht verletzt. Zwei kamen ins Krankenhaus.
  • Seit Sonntagmorgen ist der Brand unter Kontrolle, die A2 ist wieder frei. Anwohner können ihre Fenster wieder öffnen, wenn kein Brandgeruch mehr in der Luft liegt.
  • Seit dem späten Sonntagnachmittag ist das offene Feuer endlich gelöscht. In den hinteren Teilen des Areals bereiteten aber noch Glutnester im Untergrund Sorgen, die sich bei starkem Wind immer wieder zu kleineren Bränden entwickelten.
  • Auch am Montagmorgen muss die Feuerwehr noch Brandnester zu löschen. Die Hallen sollen im Laufe des Vormittags eingerissen und leer geräumt werden.

FOTOSTRECKE
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Großbrand in Böner Recycling-Fabrik

In einer Lagerhalle in einer Böner Recycling-Fabrik hat ist ein Feuer ausgebrochen - in kurzer Zeit ist es auf nebenstehende Gebäude übergesprungen.
30.06.2018
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Bilder vom Großbrand in Bönen.© Bönen Live
Bilder vom Großbrand in Bönen.© Bönen Live
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Bilder vom Großbrand in Bönen.
Bilder vom Großbrand in Bönen.© Bönen LiveBönen Live
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Bilder vom Großbrand in Bönen.© Bönen Live
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Montag. 7:23 Uhr: Immer wieder kleine Feuer

In der Nacht zum Montag waren immer noch zwei Löschzüge im Einsatz. Die Lage sei zwar unter Kontrolle, in zwei einsturzgefährdeten Hallen komme es aber immer wieder zu kleineren Bränden, sagte ein Sprecher der Feuerwehr.

22:16 Uhr: Feuerwehr hält Brandwache

Seit 22 Uhr hat die Feuerwehr nach eigenen Angaben eine Nachtruhe eingelegt, um dann morgen früh um 6 Uhr die weiteren Abriss-, Räum- und Löscharbeiten wieder aufzunehmen. Mit zwei Löschzügen halten die Einsatzkräfte eine Brandwache, um sicherzustellen, dass die Glutnester nicht wieder aufflammen. Die bestehende Warnung für die Anwohner, die Fenster gegebenenfalls geschlossen zu halten, bleibt auch weiterhin in Kraft, da im Zuge der Arbeiten immer wieder mit verstärkter Rauchentwicklung zu rechnen sei, so die Feuerwehr.

Im Verlauf des Einsatzes am Sonntag wurden zwei weitere Einsatzkräfte leicht verletzt, sodass die Zahl der Verletzten auf insgesamt neun angestiegen ist.

17:47 Uhr: Abrissarbeiten haben begonnen

Der Großbrand der die Region zwei Tage lang in Atem gehalten hat, ist gelöscht. Am späten Sonntagnachmittag bestätigte die Feuerwehr, dass alle Feuer gelöscht seien. Glutnester im hinteren Teil des Areals seien aber weiter gefährlich. Eine zunächst befürchtete erneute Sperrung der A2 war aber nicht mehr nötig.

Seit dem Sonntagmittag kamen zu den Löscharbeiten dann Abrissarbeiten mit zwei schweren Abbruchbaggern hinzu. Die einsturzgefährdeten Hallendächer wurden eingerissen, was sehr zeitaufwendig war. Der Einsatz dauerte bis in den Abend an. Die Feuerwehr müsse in die Hallen hinein, um das kokelndes Material herauszuholen, auf dem Hof dann ganz zu löschen, erläuterte Feuerwehrsprecher Uwe Hasche. Dafür sollten die Hallen aber zunächst gesichert, also Dächer und herabhängende Metallteile entfernt werden.

Zu der Schadenshöhe machten Brandschützer und das betroffene Unternehmen noch keine Angaben. Laut Feuerwehr-Sprecher ist bei vier der insgesamt fünf Hallen von einem „wirtschaftlichem Totalschaden“ auszugehen. Auch die Ursache blieb zunächst unklar. Die Kriminalpolizei nahm ihre Ermittlungen auf und suchte nach Spuren am Brandort. Zum Zeitpunkt des Feuers hatten sich mehrere Beschäftigte auf dem Gelände aufgehalten. Sie blieben unverletzt.


14:15 Uhr: „Eine solche Dimension noch nie erlebt“

Spezialfirmen haben am Mittag begonnen, die einsturzgefährdeten Hallendächer einzureißen. Das NRW-Landesamt für Umwelt sieht nach verschiedenen Messungen keine Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung mehr. Auch die Feuerwehr hatte keine gesundheitsgefährdenden Stoffe in der Luft festgestellt. Dennoch betonte Feuerwehrsprecher Uwe Hasche: „Brandrauch einzuatmen, ist ungesund.“ Wo es nach Feuer rieche, sollten die Menschen weiterhin ihre Fenster und Türen geschlossen halten. „Die starke Rauchentwicklung ist deutlich zurückgegangen“, sagte Hasche. „Aber wir haben noch immer offenes Feuer in mehreren Bereichen und Glutnester im Untergrund, aus denen bei dem starken Wind immer wieder Flammen schlagen.“ Die Schadenshöhe ist immer noch nicht abzuschätzen.

Sieben Einsatzkräfte wurden leicht verletzt. Für fünf von ihnen war nach einer medizinischen Betreuung vor Ort keine weitere Behandlung erforderlich. Zwei Feuerwehrleute kamen vorsorglich ins Krankenhaus.

Wie schnell sich das Feuer in den Hallen ausgebreitete, hat auch den Experten überrascht. „In meinen 35 Jahren als Feuerwehrmann habe ich eine solche Dimension und eine Brandausbreitung in einer derartigen Geschwindigkeit nie erlebt“, so Hasche.

Großbrand in Böner Recycling-Fabrik unter Kontrolle - A2 bleibt weiterhin frei

Die Feuerwehr ist seit Samstag bei deununterbrochen im Einsatz. © dpa

Der Stand am Sonntagmorgen:

„Wir haben den Brand unter Kontrolle, müssen aber immer noch löschen“, sagte ein Feuerwehreinsatzleiter am frühen Sonntagmorgen. Der Einsatz wird voraussichtlich noch den Sonntag lang andauern. Da es in der Nacht weiterhin rauchte, musste auch die direkt benachbarte Autobahn 2 gesperrt bleiben.

Am Morgen konnte die Strecke dann zunächst wieder freigegeben werden. Laut Polizei könnte die Strecke aber im Laufe des Tages wieder gesperrt werden, weil Bagger am Brandort eingesetzt werden sollen. Dadurch könnte es wieder vermehrt rauchen, so dass die Sicht erneut behindert werden könnte.

Landesamt für Umwelt hob Warnung auf

Auch am frühen Sonntagmorgen waren noch rund 200 Einsatzkräfte vor Ort. Durch das Feuer stürzten die Dächer der vier im Verbund gebauten Lagerhallen ein. Die Warnung an die Bevölkerung wurde den Angaben der Feuerwehr zufolge wieder aufgehoben. Das zuständige Landesamt für Umwelt sah demnach keine Gefahr mehr. „Trotzdem gibt es noch eine Rauch- und Geruchsbelästigung“, sagte der Einsatzleiter.


Der Rauch war am Samstag auch über Dortmunder Stadtgebiet zu sehen, Gefahr bestand hier jedoch nicht.

Aktualisierung, 20.45 Uhr: Feuer nur noch in zwei Hallen

Laut einem Sprecher der Feuerwehr brennt es nur noch in zwei Hallen. Dort lagern vor allem Kunststoff-Wertstoffbündel, also zu Ballen gepresstes Recycling-Material. Da diese schwierig zu löschen sind, ist ein Ende des Einsatzes noch nicht in Sicht. Auch wann die Autobahn wieder freigegeben werden kann, war bis zu diesem Zeitpunkt nicht absehbar. Die Löscharbeiten werden voraussichtlich bis Sonntag andauern.

Großbrand in Böner Recycling-Fabrik unter Kontrolle - A2 bleibt weiterhin frei

Dichter Rauch quoll aus den Hallen. © Bönen live

Erstmeldung 12 Uhr: Vollalarm im Bönen

Es brennt in mehreren der fünf Lagerhallen der Wertstoffaubereitungsanlage der GWA (Gesellschaft für Wertstoff- und Abfallwirtschaft Kreis Unna) an der A2 in Bönen, wie Uwe Hasche, Pressesprecher der Feuerwehr Bönen, berichtet.

Um 9.15 Uhr am Samstagmorgen wurde Vollalarm ausgelöst, da es eine unklare Rauchentwicklung auf dem Gelände gab. Als die Feuerwehr eintraf, handelte es sich noch um einen kleinen Schwelbrand. Das Feuer wurde durch den Wind angefacht und entwickelte sich schnell zu einem Großbrand.

In den Hallen lagert Leichtverpackungsmaterial - also Kunststofffolie und -teile. Der Rauch zieht in Richtung Kamen und Bergkamen. Das Bundesamt für Katastrophenschutz hat zwei Warnungen, auch über die Warn-App NINA, rausgegeben: Aufgrund der starken Rauchentwicklung sollen Anwohner Fenster und Türen geschlossen halten und den Auftenhalt im Freien meiden. Da der Wind jederzeit drehen kann, sollen auch Anwohner anderer Städte benachbarter Städte die Fenster geschlossen halten und spätestens reagieren, wenn sie einen ungewöhnlichen Geruch bemerken. Erste Messungen hätten zwar ergeben, dass der Rauch nicht besonders gesundheitsgefährdend sei - zur Sicherheit sollten aber trotzdem die Fenster geschlossen bleiben. „Brandrauch ist nie gesund“, sagt Hasche. Autofahrer sollen das Gewerbegebiet weiträumig umfahren.

A2 in beide Richtungen komplett gesperrt

Aufgrund der Rauchbelastung wurde auch ein Teilabschnitt der A2 von der Bundespolizei in beide Richtungen komplett gesperrt. Etwa 200 Einsatzkräfte aus dem ganzen Regierungsbezirk Arnsberg sind im Einsatz - auch von der Feuerwehr Lünen und Werne.

„Der Brand ist noch nicht unter Kontrolle“, sagt Hasche. Am Nachmittag gab es Pläne Feuerwehrleute auszutauschen - der Brand dauere nämlich voraussichtlich noch 24 Stunden. Fünf Feuerwehrleute wurden leicht verletzt. „Der Kunststoff ist leich entzündlich und schwer zu löschen“, sagt Hasche. „Und vor allem der Wind erschwert die Löscharbeiten.“ Außerdem könnten die Hallen aufgrund von Einsturzgefahr nicht betreten und daher die Brandherde nicht optimal bekämpft werden. Die Rauchsäule sei aber mittlerweile etwas heller geworden.

mit dpa