Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige

Gustavo Petro: Von „Comandante Aureliano“ zum Präsidenten?

Bogotá. Als „Comandante Aureliano“ kämpfte Gustavo Petro einst gegen den kolumbianischen Staat, jetzt will er Präsident des lateinamerikanischen Landes werden.

Gustavo Petro: Von „Comandante Aureliano“ zum Präsidenten?

Gustavo Petro, Kandidat der linken Bewegung Colombia Humana, lag im ersten Durchgang der Präsidentenwahl mit 25,09 Prozent der Stimmen an zweiter Stelle. Foto: Juan Manuel Barrero

Dem bewaffneten Kampf hat der frühere Guerillero der Bewegung M-19 schon lange abgeschworen, heute steht der frühere Bürgermeister der Hauptstadt Bogotá für einen gemäßigten linken Kurs.

Petro stammt aus dem Department Córdoba an der Karibikküste und trat bereits mit 19 Jahren in die Guerillagruppe M-19 ein, die 1985 mit der Besetzung des Justizpalastes von sich reden machte. Anfang der 1990er Jahre zog der Ökonom in die Abgeordnetenkammer ein und verbrachte dann einige Jahre als Diplomat an der Botschaft in Belgien, nachdem er Morddrohungen erhalten hatte.

Ab 2006 trieb er als Senator die Untersuchungen über Kontakte von Parteifreunden des konservativen Präsidenten Álvaro Uribe zu den rechten Paramilitärs voran. 2011 wurde Petro zum Bürgermeister von Bogotá gewählt, später allerdings wegen Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe öffentlicher Aufträge des Amtes enthoben.

Als Präsident will Petro an dem Friedensabkommen mit den Farc-Rebellen festhalten und die soziale Ungleichheit bekämpfen. „Vielfalt bedeutet Reichtum, deshalb sollte der Weg Kolumbiens zu einer vielfarbigen Demokratie führen“, sagt er. Auch wenn er dem bewaffneten Kampf und radikalen Vorstellung schon lange abgeschworen hat, gilt er seinen Gegnern noch immer als gefährlicher Kommunist.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Bogotá. Iván Duque steht gleich vor zwei Herausforderungen: Er will Präsident von Kolumbien werden und aus dem Schatten seines Förderers, des Ex-Präsidenten Álvaro Uribe, heraustreten. Den meisten Kolumbianern gilt der bis vor Kurzem noch völlig unbekannte Anwalt als Marionette des früheren Staatschefs.mehr...

Caracas. Hunger, Gewalt, Massenauswanderung: Das südamerikanische Land steckt in der schwersten Krise seiner Geschichte. In einer zweifelhaften Wahl lässt sich der autoritäre Präsident Maduro für weitere sechs Jahre im Amt bestätigen. Besserung ist nicht in Sicht.mehr...

Caracas. Die venezolanischen Staatsmedien sprechen über ihn als „den Lenker der Siege“ - die Opposition nennt ihn einen Diktator. Sich selbst betitelt Nicolás Maduro hingegen gern als „Beschützer des Volkes“.mehr...

Istanbul. Die Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD) unterhält ihre Europazentrale in Köln und ist nach ihrer Satzung „parteipolitisch und weltanschaulich neutral“.mehr...

Bagdad. Städte sind zerstört, Hundertausende vertrieben: Trotzdem stimmen die Iraker über ein neues Parlament ab. Manche sehen eine Schicksalswahl. Im Hintergrund kämpfen die USA und der Iran um Einfluss.mehr...