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Boykott: Milch und Quark gehen aus

SYTHEN Im Edeka Aktiv Markt Sythen gehen die Milch und der Quark aus. „Zum ersten Mal haben wir einen Engpass“, stellte Marktleiter Ludger Kieslich gestern Morgen bei seinem Blick ins Kühlregal fest.

von Von Elisabeth Schrief

, 04.06.2008
Boykott: Milch und Quark gehen aus

Gisela Millbradt bedient sich noch schnell in dem fast leeren Milchregal.

Nachschub aus dem Münsteraner Frischelager kommt vorerst nicht mehr am Schalweg an. Ludger Kieslich hofft auf schnelle Handelseinigkeit zwischen Bauern, Discountern und Molkereien. Jana Taubert, stellvertretende Filialleiterin, beobachtet allerdings bei den Kunden ein breites Verständnis für die streikenden Landwirte.

Partei für die Milchbauern

Steffi Papproth aus Sythen ergreift Partei für die Milchbauern, weniger jedoch für den Handel und die Molkereien. „Ich wäre auch bereit, etwas mehr für die Milch zu zahlen“, sagt sie, die in der Woche zwei Liter Milch und viel Joghurt kauft. Sonja Möllers, die in Begleitung ihrer fünfjährigen Tochter Henrike und ihres 16 Monate alten Sohnes Philipp, zum Einkauf kommt, denkt angesichts der Leere in der Kühltheke nicht an Hamsterkäufe. „Ich werde die Zeit des Boykotts überbrücken. Wichtig ist, dass die Bauern ihr Ziel erreichen.“

Camper im Hohen Niemen

Gisela und Walter Millbradt aus Dortmund, die seit 50 Jahren Campingurlaub im Hohen Niemen machen, haben sich eigentlich nie für landwirtschaftliche Themen interessiert. Sie finden schon, dass die Landwirte sich gegen schlechte Milchpreise wehren müssen. Die 68-jährige Gisela Millbradt findet es allerdings „furchtbar, wenn die Milch statt in den Tank in den Ausguss fließt.“

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