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Computer verschweigt Polizei-Pressesprechern Taten

Einbrüche wegen Technikpanne nicht gemeldet

Technische Probleme bei der Polizei: Die Pressestelle der Kreisbehörde in Recklinghausen hatte in den vergangenen Wochen mit einem Computerfehler zu kämpfen gehabt und deshalb wohl nicht alle Einbrüche in der Stadt veröffentlicht.

Haltern

, 19.02.2018
Computer verschweigt Polizei-Pressesprechern Taten

Zwei Fälle meldet die Polizei nachträglich. © picture alliance / dpa

Grundsätzlich ist es so, dass die Pressestelle des Polizeipräsidiums Recklinghausen jeden Tag über die aktuellen Einbrüche berichtet und diese daraufhin zeitnah in unserer Zeitung veröffentlicht werden, auch damit sich Zeugen melden können. Aufgefallen war, dass auf der Dorstener Hardt in den vergangenen Wochen gar keine Einbrüche dabei waren, obwohl Betroffene die Fälle angezeigt hatten. Das machte auch Polizei-Pressesprecherin Ramona Hörst stutzig. Und so begab sie sich auf Ursachenforschung – und wurde fündig.

Der Grund, dass die Einbrüche ihr erst nach einer aufwendigen Suche im Computer, bei dem sie Straße für Straße des Stadtteils unter die Lupe nahm, angezeigt wurden, habe mit einer technischen Umstellung zu tun, teilte die Sprecherin mit. Diese habe dazu geführt, dass Einbrüche in Privatwohnungen in den vergangenen Wochen nahezu nicht mehr angezeigt wurden. Einbrüche in Geschäftsräume, Arztpraxen, Schulen und andere öffentliche Gebäude wurden bei der Recherche aber nach wie vor angezeigt, sodass der Polizei dieser Fehler erst durch die Anfrage des Anwohners auffiel. „Wir sind dankbar dafür, dass der Leser angerufen hat. Denn wir wollen ja transparent sein und aufklären.“

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Ausschließen, dass auch Halterner Fälle nicht veröffentlicht wurden, konnte Ramona Hörst auf Nachfrage nicht. Nach genauerer Recherche fand sie eine Tat vom 1. Februar (Donnerstag) am Sythener Eschweg, die bislang nicht veröffentlicht wurde. „In den frühen Abendstunden hatten Unbekannte ein Küchenfenster aufgehebelt, das Schlafzimmer durchsucht und Schmuck mitgenommen“, so Hörst. Einen weiteren bislang unbekannten Fall fand sie vom 10. Februar (Samstag) – „allerdings kein klassischer Einbruch“, so Hörst. Jemand sei durch eine unverschlossene Eingangstür in ein Haus Am Paschenberg in Flaesheim gekommen und habe sich in Kellerräumen herumgetrieben, sei dort von Anwohnern überrascht worden, dann aber weggelaufen.

Zeugen, die noch etwas zu den Fällen sagen können, melden sich unter Tel. (0800) 2 36 11 11.
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