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"Finger und Hut" begeisterte Publikum

Theater am Meiler

FLAESHEIM "Törömm, Töromm! Vergnügungssteuer? Das macht zwei Taler, abzugeben bei mir!", sprach König Lulatsch hoch auf Stelzen stehend hinab. Das Theaterstück "Finger und Hut" begeisterte am Flaesheimer Holzkohlenmeiler.

von Von Stefan Gewecke

, 20.05.2009
"Finger und Hut" begeisterte Publikum

Brachten Erwachsene und Kinder zum Lachen und Nachdenken: Finger und Hut, Birgit Iserloh und Ralf Lambrecht vom Kindertheater Traumbaum, am Meiler in Flaesheim.

Schneider Finger zuckte mit den Schultern und gab ihm die Taler. Eine von vielen rasanten Szenen aus dem Theaterstück "Finger und Hut", das das Kindertheater Traumbaum am Sonntagnachmittag am Meiler aufführte. Eingeladen hatte der Regionalverband Ruhr, gut 40 Kinder und Erwachsene hatten auf den Bänken vor der transportablen Bühne Platz genommen. Mit großen Augen und vielen Lachern verfolgten sie das spritzige Theaterstück.

Schneiderehepaar Dem Schneiderehepaar Finger und Hut mangelt es an Aufträgen, niemand hat mehr Geld. Also träumen sie sich in Abenteuer hinein, die die Zeit verkürzen. Plötzlich taucht jedoch König Lulatsch höchst persönlich auf und erteilt einen königlichen Auftrag: 500 Servietten bis zum Nachmittag fertig zu stellen.

Die Schneider scheinen gerettet zu sein. Mit Hilfe eines wundersamen Bettlers gelingt es sogar, die 500 Servietten pünktlich fertig zu stellen. Der König zahlt den vereinbarten Lohn von acht Talern. Dann jedoch fordert er in Form diverser Steuern die acht Taler zurück, so dass die Schneider am Ende wieder komplett ohne Geld dastehen. Ihre gute Laune lassen sie sich davon allerdings nicht verderben.

Kein erhobener Zeigefinger "Näht Euch ein Brot und backt Euch einen Schuh, nehmt das Leben in die Hand und seht nicht nur zu!", lautet der Schlussreim, im Duett vorgetragen von den Darstellern Birgit Iserloh und Ralf Lambrecht vom Kindertheater Traumbaum, diesmal ohne die Viertelmasken. Anschließend luden sie die Kinder dazu ein, Fragen zu stellen, "wo im Kino jetzt die Werbung kommen würde, dürft Ihr hier mit uns reden, oder hinter den Vorhang schauen!"

Ein Theaterstück, das aktueller nicht sein könnte. Mit viel Humor, Grimassen, Stelzen und Masken wirbelten Finger und Hut über die Bühne, dass es einem den Atem verschlug. Erwachsene und Kinder lachten teilweise an unterschiedlichen Stellen, aber dafür reichlich, Lohn für erstklassige Kleinkunst ohne mahnenden Zeigefinger.

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