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Gespräche laufen wieder

Lösung für Hotel-Ruine Seestern in Sicht?

Seit 2006 gammelt das ehemalige Hotel Seestern am Stauseeufer vor sich hin. Eigentümer und Stadt streiten schon jahrelang über die künftige Nutzung. Jetzt gibt es eine neue Entwicklung

Haltern

von Elisabeth Schrief

, 23.02.2018
Gespräche laufen wieder

Die Ruine des Seesterns am Stauseeufer soll endlich weg. Das wünschen sich Halterns Bürger. © Kindel

Der Seestern war einst als Hotel ein Leuchtturmprojekt. Seit er aber 2009 versteigert wurde, streitet sich die neue Eigentümergemeinschaft mit der Stadt über die künftige Nutzung des Grundstücks in exponierter Lage am See. Folge: Die Ruine verwahrlost immer mehr, die direkten Anwohner ärgern sich maßlos. Zweimal hat es dort schon gebrannt.

Alle Bemühungen der Stadt, die Eigentümer zu einem Abriss zu bewegen, scheiterten bislang. Zurzeit läuft ein Petitionsverfahren von Bewohnern des Nachbarhauses beim Land: Es soll geklärt werden, inwieweit die Kommune angesichts des fortschreitenden Verfalls ordnungsbehördlich tätig werden kann.

Ferienwohnungen statt Hotel

Aber die Stadt kann jetzt einen Erfolg vermelden: Sie hat die Eigentümer der Seestern-Ruine zurück an den Verhandlungstisch holen können. Dabei wurde klar, dass die Seestern GmbH & CoKG nach wie vor kein Interesse an einem Hotelbau, wohl aber an der Einrichtung von Ferienwohnungen haben. Abgesetzt dazu könnte auf dem benachbarten städtischen Grundstück ein Hotel entstehen. "Wir machen als Stadt aber unvermissverständlich deutlich, dass wir ein eindeutiges Signal für einen Abriss des maroden Gebäudes wollen", betonte Baudezernentin Anette Brachthäuser im Gespräch mit der Halterner Zeitung.

Neuer Bebauungsplan

Als sich bei den Verhandlungen mit der Eigentümergemeinschaft nichts mehr bewegte, hatte der Rat die Aufstellung eines neuen Bebauungsplanes beschlossen, um eine Parallelplanung für ein Integrationshotel betreiben zu können. Die Erschließung der Flächen für ein solches Hotel kann völlig losgelöst von dem Seesterngrundstück erfolgen. Interesse hat das Essener Franz Sales Haus in Verbindung mit der Franz Sales-Stiftung angemeldet. Aber hier gibt es aus Essen noch keine definitive Entscheidung.

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