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Halterner macht spektakuläre Landschaftsfotos

Fotografien aus der ganzen Welt

Für das richtige Bild fährt er schon mal 250 Kilometer auf Offroad-Pisten durch das Lavagestein Islands oder campiert bei Minus 20 Grad im Auto in den Dolomiten: Nicolas Alexander Otto hat sich der Landschaftsfotografie verschrieben – mit zum Teil spektakulären Ergebnissen. Wie er zu seinen eindrucksvollen Motiven kommt, verriet er im Gespräch mit unserer Redaktion. Noch ist die Fotografie ein halb professionelles Hobby, der Lippramsdorfer könnte sich aber vorstellen, sie auch zu seinem Beruf zu machen.

LIPPRAMSDORF

, 04.05.2016
Halterner macht spektakuläre Landschaftsfotos

Stauwehr Haltern

Das Fotografieren hat sich der 28-Jährige, der heute in Lippramsdorf wohnt, autodidaktisch angeeignet. Allerdings ist er familiär "vorbelastet". "Sowohl mein Vater als auch mein Opa haben sehr viel fotografiert", sagt er. Vom Vater lieh er sich auch anfangs die Kamera aus. 2008 führte ihn ein Fototrip nach Japan. "Ein Jahr später bin ich zum ersten Mal mit eigener Ausrüstung in die USA geflogen", sagt Alexander Otto.

Inzwischen plant er seine Fototrips akribisch. Otto nutzt für seine Landschaftsaufnahmen die blaue Stunde, das Dämmerlicht bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang. "Bei Aufnahmen am Meer beziehe ich die Gezeiten mit ein, plane den Winkel des Mondlichts", sagt er. So gelingen ihm spektakuläre Bilder, die jedem Fototouristen verborgen bleiben.

Der Morgen nach dem Gewitter

Beispiel ist eine Aufnahme am Lac Blanc in den Französchen Alpen nahe Chamonix: "Es hatte in der Nacht ein Gewitter gegeben, dann fiel leichter Nieselregen, dadurch färbte sich der Himmel lila, das Wasser des Sees hatte eine türkisblaue Farbe, im Vordergrund färbten sich die Steine zimtfarben," erinnert er sich.

Immer wieder wird er gefragt, wie stark er das Bild nachbearbeitet habe. "Ich füge nie etwas hinzu, was nicht auf dem Bild ist", sagt Otto. "Und die Farben auf diesem Foto sind authentisch."

Auf Komfort verzichten

Für diese Momente heißt es, einige Strapazen auf sich zu nehmen: Alexander Otto ist zu Fuß oder mit dem Auto unterwegs. "Man muss auf Komfort verzichten, muss die eigenen Füße beanspruchen", sagt er. Manchmal bringen ihn tagelange Wanderungen zu den Zielen, die er fotografieren möchte.

Diese Augenblicke der Stille, der Faszination durch die Natur einzufangen: Das treibt ihn an. Naturverbunden war der gebürtige Münsteraner schon immer. "Ich wuchs in Haltern auf und war viel am Stausee und in der Haard unterwegs", erinnert er sich.

Er studierte zunächst Japanologie, wechselte dann zu Medienwissenschaften. Inzwischen ist das Studium erfolgreich abgeschlossen und Otto ist auf Stellensuche. Außerdem ist er häufig mit seiner Death Metal Band "Words of Farewell" unterwegs.

Nordlichter auf Island

Band- und Architekturfotografie gehören auch zu seinem Einsatzgebiet, seine Leidenschaft aber sind die Landschaften: "Auch wenn es banal klingt, aber die Nordlichter auf Island waren eins der Erlebnisse, die mich bisher am meisten beeindruckt haben", sagt er.

Die Alpen, die Küsten, Nordspanien, Norwegen, Portugal, Japan und immer wieder Island waren bisher seine Stationen. Geplant sind Trips auf die Lofoten und die Färöer Inseln.

"Es hängt natürlich immer davon ab, ob ich genug Geld habe", sagt Alexander Otto. "Zurzeit gibt es Kontakte zu einem Druckhaus in den USA, außerdem mit einer Frankfurter Fotoagentur, bei der ich Workshops geben soll", sagt er. "Durchs Internet hat es aber einen Preisverfall bei Fotografien gegeben, der die Fotografenszene ausgedünnt hat. Es ist schwer, dort Fuß zu fassen."

Der Medienwissenschaftler Alexander Otto würde gern im Bereich Medien, Redaktion, PR arbeiten. Aber möglichst nur in Teilzeit: Die Fototrips würde er auch gern weiter unternehmen, vielleicht einmal seine Leidenschaft auch zum Beruf machen.

Noch mehr beeindruckende Aufnahmen sind in unserer Fotostrecke zu sehen: 

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Landschaftsfotografie von Niclas Alexander Otto

Für ein gutes Foto ist dem Lippramsdorfer Niclas Alexander Otto kein Weg zu weit. Wo ihn sein Hobby Fotografie schon hingeführt hat und welche spektakulären Aufnahmen er von seinen Reisen mitgebracht hat, sehen Sie in unserer Fotostrecke.
04.05.2016
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"A Sign of Life": Felsen am Strand mit Sonnenuntergang in Praia da Adraga, Portugal.© N. Alexander Otto
Stauwehr Haltern© N. Alexander Otto
"Vernal Awakening": Blaue Hasenglöckchen in voller Farbpracht in Hallerbos, Belgien.© N. Alexander Otto
"Last Known Surroundings": Surreale Lichtstimmung mit Berghütte oberhalb des Chamonix Tals am Lac Blanc in den französischen Alpen.© N. Alexander Otto
"Our Breath in Winter": Gletscherlagune mit Sonnenuntergang über Europas größtem Gletscher 'Vatnajökull" auf Island.© N. Alexander Otto
"Luminary Ghost": Castil del Tierra, Festung aus Erde mit Sternen in Bardenas des Reales, Baskenland.© N. Alexander Otto
"In Longing Spirit": Tafelvulkan Herðubreið im isländischen Heartland mit Nordlichtern, Ódáðahraun, Island© N. Alexander Otto
Nicolas Alexander Otto mit seinem Handwerkszeug: eine Nikon D 800 und ein Stativ.© Foto: Jürgen Wolter
Schlagworte Haltern