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Heimatverein inszeniert zum letzten Mal das Krippenspiel

Lebende Krippe

Das Heimathaus ist Kulisse für das Krippenspiel, das am Samstag zum 37. und am 16. Dezember zum letzten Mal überhaupt aufgeführt wird. Die Engel sind schon in ihre Rollen eingewiesen.

Lippramsdorf

, 05.12.2018
Heimatverein inszeniert zum letzten Mal das Krippenspiel

Das Krippenspiel des Heimatvereins wird in diesem Jahr zum letzten Mal aufgeführt. © Elisabeth Schrief

Immer im Wechsel mit der Krippenausstellung inszeniert der Heimatverein alle zwei Jahre ein Krippenspiel. Die gute Seele hinter den Kulissen ist Luzie Lewe. Sie ist nicht nur im Wesentlichen Ideengeberin, sondern seit 2008 auch die Regisseurin. Aber bald ist Schluss: Wenn am 16. Dezember (Sonntag) die 40. Aufführung über die Bühne gegangen ist, verabschiedet sie sich. „Ein bisschen Wehmut ist dabei, aber irgendwann muss man einen Schnitt machen“, sagt die 73-Jährige. Sie hänge sich jetzt wahnsinnig in die Arbeit, denn alles soll für den Schluss-Applaus so perfekt wie möglich sein. Einen Nachfolger für ihr Ehrenamt habe sie leider nicht gefunden.

25 Mitspieler in 25 Kostümen

Im blauen Salon des Heimathauses - Engel, überall Engel. Zu jeder der vier Aufführungen gehören drei. Lea Arentz, Jule Wennemann, Theresa Nolte und andere junge Mädels aus Lippramsdorf wollen bei der „Lebenden Krippe“ mitspielen. „Wir haben zwar eine wichtige Rolle, müssen aber nichts sagen“, erklärt Lea. Sie schlüpft bereits zum dritten Mal ins Engelskostüm: „Einfach, weil es Spaß macht!“

Die Kleider für die Akteure haben unter anderem Mariele van Lieshout und Hedwig Husmann hauptsächlich aus Gardinenstoffen genäht. Nicht gerade wenig Arbeit, denn es spielen neben Maria und Josef auch noch Könige, Hirten, Marktfrauen und Flötenkinder mit. Pro Aufführung braucht Luzie Lewe 25 Mitspieler und damit auch 25 unterschiedliche Kostüme. Die Darsteller kommen aus Lippramsdorf, aus Haltern-Mitte und Wulfen. Zu einer Krippe gehören auch Tiere, deshalb sind Esel, Kuh und Schafe stille Beobachter des 35-minütigen Geschehens.

Film wird beim Adventskaffee gezeigt

Der Halterner Medienverein wird es mit der Kamera verfolgen und am Ende einen Zusammenschnitt aus allen bisherigen Krippenspielen schneiden. „Jeder, der jemals mitgewirkt hat, soll sich in diesem Film wiederfinden“, lautet der Auftrag von Luzie Lewe. Künftig wird dann alle zwei Jahre bei einem Adventskaffee im Heimathaus der Film gezeigt - als Ersatz für eine „echte“ Aufführung.

Mit der szenischen Darstellung von der Herbergssuche und Jesu Geburt stimmt der Heimatverein in der beschaulichen Atmosphäre des alten münsterländischen Hofes auf das Weihnachtsfest ein. Handwerklich begabte Mitglieder des Vereins bauten in vielen Arbeitsstunden die Bühne, andere schmückten Haus und Hof für die zu erwartenden Gäste. Aufführungen sind am 8. und 9. Dezember und 15. und 16. Dezember (samstags jeweils um 17 Uhr, sonntags um 14.30 und 17 Uhr). Im Heimathaus gibt es warme Getränke und Waffeln.

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