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Historischer Bahnhof kann jetzt nachgebaut werden

Lippramsdorfer Bauwerk

Der alte Lippramsdorfer Bahnhof ist ein echtes Kleinod. Und weil er so schön ist, gibt es ihn für Liebhaber jetzt auch als Bausatz. Dann kann er en miniature nachgebildet werden und die private kleine Eisenbahnlandschaft schmücken.

HALTERN

von Von Elisabeth Schrief

, 10.09.2013

Wenn Eckhart Erb den alten Lippramsdorfer Bahnhof sieht, gerät er ins Schwärmen: „Er ist das schönste Denkmal auf Marler Boden.“ Dank Erb gibt es das denkmalgeschützte Gebäude jetzt als Bausatz für Modelleisenbahner. Eckhart Erb aus Marl reklamiert eine Schönheit nicht aus Liebe für seine Stadt. 1975 wurde das Bahnhofsgelände im Rahmen der kommunalen Neuordnung tatsächlich Haltern genommen und Marl zugeschlagen. Gefühlsmäßig sehen das die Lippramsdorfer bis heute anders. 2007 suchte eine Modellbaufirma aus Lütjenwestedt das Vorbild eines schönen Bahnhofs. Eckhart Erb, seit Jahren ein begeisterter Eisenbahnfan mit besonderem Interesse für das Westfalenland, hatte sofort den preußischen Landbahnhof Lippramsdorf im Sinn. Das 1900/1901 von der königlich preußischen Eisenbahngesellschaft erbaute, 1989 unter Denkmalschutz gestellte Gebäude ist nach Restaurierung durch die Besitzer, Familie Arentz, besonders schön anzuschauen. Es lag einst an einer für den Personen- und Güterverkehr wichtigen Strecke. Akribische Arbeit Hier führte die 90,2 Kilometer lange Bahnlinie zwischen Haltern und Venlo der Köln-Mindener-Eisenbahn-Gesellschaft entlang. 1874 wurde die Strecke gebaut, 1962 stellte die Bahn den Personenverkehr ein, der letzte Güterzug fuhr 1988 zwischen Haltern und Dorsten. Eckhart Erb weiß um die Bedeutung des Bahnhofs: „Er ist ein Zeugnis unserer Industrie- und Verkehrsgeschichte.“

Dank akribischer Arbeit von Eckhart Erb wurde eine Sonderedition Denkmal-Bahnhof Lippramsdorf aufgelegt. Es handelt sich um einen fast originalgetreuen Nachbau, selbst die gelben Klinkersteine und weißen Dachzierleisten wurden mit modernster Technologie nachgearbeitet. Als Vorlage dienten alte Karten und Baupläne. Den Bausatz gibt es in den Maßstäben 1:87 und 1:45. Eckhart Erb freut sich über das Ergebnis: „Es handelt sich um präzise nachgestaltete Eisenbahn-Wirklichkeit.“ Inzwischen wurde das Modell schon 100 Mal verkauft. Spende an Hospizverein Der Miniatur-Bahnhof steht nun auch im Café, das Hiltrud Arentz im alten Bahngebäude eröffnete. Erb hat ihn in 80 Stunden zusammengebaut. Auf das Honorar von 150 Euro verzichtet er, dieses Geld stiftet er stattdessen für den Recklinghäuser Kinderhospizverein. Norbert und Hiltrud Arentz legen die gleiche Summe noch einmal dazu. Über das Modell freuen sie sich. Norbert Arentz sammelt alles, was mit dem historischen Ort zu tun hat. Denn darin steckt ein Stück Familiengeschichte. Seine Vorfahren arbeiteten dort als Eisenbahner

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