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«Jazzica» reist durch die Zeit

Michael Meldrum und Band musizierten im Römermusem

30.05.2007

Duke Ellington, Miles Davis, Herbie Hancock, Bertolt Brecht und selbst Wagner, gewiss nicht unbedingt ein Name in Sachen Jazz, hatte die sechsköpfige Band unter der Leitung von Michael Meldrum im Programm. Im Rahmen des Europäischen Klassik Festivals Ruhr ließ «Jazzica» den Jazz aufleben. Angefangen bei Dixieland über Swing-, Bebop oder Bossa-Nova-Klänge verwundert es beim diesjährigen Festivalthema, «Ein Sommer mit Wagner im Pott», auch nicht, als plötzlich Richard Wagners «Lied an den Abendstern» aus der Oper Tannhäuser in einer etwas jazzigeren Variante vorgetragen wurde. Vielleicht hätte er selbst sich darüber gefreut, liebte er es seinerzeit doch stets, das Publikum zu polarisieren. Bandleader Michael Meldrum führte die Zuhörer mit seinen unterhaltsamen Ansagen zwischen den Stücken an der Hand durch die Jazzgeschichte und brachte die eine oder andere Anekdote aus dem Leben der verschiedenen Komponisten. Saxophonist Lukas Hebing, Posaunist Michael Meldrum und Norbert Muesch an der Klarinette bewiesen echte Spielfreude und waren gut aufeinander eingespielt. Aber auch die etwas jüngeren Bandmitglieder, Gitarrist Mathias Biermann, Jazz-Student an der Hochschule für Musik in Utrecht, und Schlagzeuger Eike Ernst zeigten handwerkliche Fähigkeiten. Wer jedoch so etwas wie einen vollständigen Rundgang durch die Geschichte des Jazz erwartete, war sicher fehl am Platz. Das hätte gewiss auch den Rahmen der Veranstaltung gesprengt. Hierbei stand der Unterhaltungswert im Vordergrund und dieses wusste das Publikum auch sichtlich zu schätzen, belohnte es die Band doch nach der Zugabe mit stehendem Beifall und begeisterten Pfiffen. Weitere Höhepunkte in Sachen Jazz bietet das Festivalprogramm den ganzen Sommer über. Daniel Schlichter

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