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Radfahrer sind im Visier der Polizei

Verwarnungen und Knöllchen

"Können Sie sich vorstellen, warum ich Sie angehalten habe?" Diesen Satz von Hauptkommissar Detlef Marks hörten gestern einige Radfahrer am Kreisverkehr Schüttenwall.

HALTERN

von Von Berthold Fehmer

, 06.04.2011
Radfahrer sind im Visier der Polizei

Hauptkommissar Detlef Marks erklärt Brigitte Lautermann, dass sie mit ihrem Rad durch den Kreisverkehr fahren müsste. Oder über den Fußweg schieben.

Auch Brigitte Lautermann, die mit dem Rad von der Münsterstraße gekommen und mit dem Rad über den Gehweg gefahren war. Eigentlich hätte sie mit dem Fahrrad durch den Kreisverkehr fahren müssen. „Das ist viel zu gefährlich“, sagt sie. Marks: „Dann müssen Sie schieben.“ Lobend erwähnte er aber auch: „Sie sind zur Fußweg-Seite abgestiegen. Vorbildlich!“ Polizei und Ordnungsamt kontrollierten gestern das Verhalten der Radfahrer am Kreisverkehr aus zwei Gründen. Der Verkehrsunfallbericht 2010 hatte für Haltern eine erhöhte Anzahl von Unfällen mit Radfahrern gemeldet, so dass die Polizei hier in Zukunft verstärkt nach dem Rechten sehen will.

Außerdem hatte es Beschwerden gegeben. Melanie Schwesig etwa bringt ihre Tochter, die in die erste Klasse geht, jeden Tag zur Schule. Und erlebt, wie Radfahrer über den Fußweg fahren, und dann noch die Dreistigkeit besitzen, Fußgänger zu beschimpfen. „Seitdem die Polizei hier kontrolliert, ist es zu 100 Prozent besser geworden.“ Gestern blieb es bei Verwarnungen und verteilten Flyern, in Zukunft werde die Polizei aber auch Knöllchen verteilen, sagt Hauptkommissar und Verkehrssicherheitsberater Günter Ehm. Er weist darauf hin, dass Radfahrer, die einen Zebrastreifen fahrend überqueren, jeglichen Schutz und Vorrechte verlieren. „Vor Gericht würde es immer auf eine Teilschuld hinaus laufen.“

Doch auch Fehlverhalten von Autofahrern ist ihm aufgefallen. „In der Mühlenstraße darf nur Schrittgeschwindigkeit gefahren werden. Das heißt 4 bis 7 km/h.“ 

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