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Schach-Ausstellung ist eröffnet

Kulturgeschichtliche Bedeutung

Ein Lob singen die Halterner derzeit dem königlichen Spiel. Schach stimuliert seit Jahrhunderten nicht nur Sportler zu komplexen Strategien, Schach beflügelt auch Literaten, Maler und Bildhauer. Die schöpferische Vielfalt ist derzeit in der Stadtbücherei zu besichtigen.

HALTERN

von Von Elisabet Schrief

, 25.11.2012
Schach-Ausstellung ist eröffnet

Bürgermeister Bodo Klimpel ist - am Schirm unzweifelhaft zu erkennen, der Schirmherr der "Schachspiegeleien" in der Stadtbücherei, Dieter Stüber und Bernd Köster (r.) zusammen mit Thomas Knuth (4.v.l.) die Motoren. Heinrich Schriewer, Petra Blatter (Bibliotheca Rara) und Franz Schrief gratulierten zu diesem außergewöhnlichen kulturellen Beitrag.

Bürgermeister Bodo Klimpel eröffnete gestern als Schirmherr die „Schachspiegeleien“, entstanden aus einer einzigartigen Kooperation zwischen dem 50 Jahre alten Schachverein „Königsspringer“, Büchereileiter Bernd Köster sowie Dr. Horstfried und Eva Masthoff. „Das Engagement aller Beteiligten war beachtlich“, dankte Vorsitzender Thomas Knuth mit Blick auf ein außergewöhnliches Resultat. Treibende Kraft der „Königsspringer“ war zunächst Dieter Stüber. Er reiste viel, um reich inspiriert im Team eine bislang beispiellose Konzeption zu erarbeiten.

35 Halterner steuerten Schachspiele unterschiedlichster Herkunft und Formgebung bei. So stellte Bodo Klimpel ein indisches Schachtischchen mit filigranen Figuren aus Elfenbein zur Verfügung – eine Erinnerung an sein Geburts- und dem Ursprungsland des Schachspiels. Gezeigt wird auch, wie sich das Schachspiel in Gedichten, Romanen und Ex Libris widerspiegelt, wie es in Konzentrationslagern den Überlebenswillen stärkte, wie es auf Briefmarken völkerverbindend wirkt. „Es sind Schätze aus unterschiedlichen Epochen zusammen gekommen“, freut sich Thomas Knuth. Wertvollstes Exponat ist ein Faksimile von „Libro de los juegos“, im 13. Jahrhundert geschrieben von Alfons dem Weisen. Dieses Buch gilt als eine der bedeutendsten Quellen zur Kulturgeschichte des Schachspiels.

Die Münsteraner Bibliotheca Rara brachte es nach Haltern. Begleitet werden die Schachspiegeleien von einem Buch über 50 Jahre Königsspringer und die kulturgeschichtliche Einordnung dieses Weltspiels. Beides, Ausstellung und Buch, eignen sich auch für jene, die nicht dem Schach zugeneigt sind. So revidierte Stadtsportverbandsvorsitzender Heinrich Schriewer, als Moderator in jeder Sportarena außer am Schachbrett zu Hause, seine Absicht, „als Läufer ganz schnell wieder abzuhauen“: Er gratulierte zu einer einzigartigen Schachpartie.

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