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So sieht Halterns Windrad-Riese im Detail aus

Interaktive Bilder

An der B 58/Ecke Wilhelm-Koch-Straße steht das derzeit größte Windrad des Ruhrgebiets. Eine Woche vor dem geplanten Tag der offenen Tür am kommenden Samstag (25. Oktober) hat unser Redakteur Daniel Winkelkotte nun exklusiv einen Blick ins Innere des "Halterner Riesens" geworfen und in zwei interaktiven Bildern aufbereitet.

HALTERN

, 19.10.2014
So sieht Halterns Windrad-Riese im Detail aus

Reporter Daniel Winkelkotte oben auf der Gondel.

Wer den Straßenverkehr an der B 58/Ecke Wilhelm-Koch-Straße aufmerksam beobachtet, stellt fest: Immer wieder richten neugierige Autofahrer ihren Blick aus dem Seitenfenster in die Höhe. Nicht ohne Grund. Seitlich der Straße steht auf einem Feld ein wahrer Riese: das derzeit größte Windrad des Ruhrgebiets. Vom Boden bis zur Spitze der Rotorblätter misst die Windenergieanlage (Senvion Typ 3.2 M 114) satte 200 Meter. Das ist etwa zweieinhalb Mal so hoch wie die St.-Sixtus-Kirche.

Betreiber der Anlage ist die Wikono GmbH, gegründet von Landwirt Hubertus Koch aus Bergbossendorf und dessen Geschäftspartner Markus Nolte. Schon 2001 hatte Koch einen ersten Antrag auf Errichtung eines Windrades gestellt, doch dieser war von Stadt und Kreis abgelehnt worden. Nach mehreren Jahren intensiver Planung hatte man im September 2011 einen neuen Versuch gestartet. Im Oktober 2013 hatte der Bauantrag der Gesellschaft schließlich die erforderliche Genehmigung erhalten. Anfang dieses Jahres war man daraufhin mit den Arbeiten gestartet.

„Wir mussten viele Hürden bewältigen sowohl auf gesetzlicher als auch auf lokalpolitischer Ebene“, blickt Koch zurück. „Doch nun sind wir froh, dass die Anlage endlich in Betrieb ist. Für mich persönlich geht ein Kindheitstraum in Erfüllung.“ Gemeinsam mit weiteren Anlegern (insgesamt zehn Gesellschaftern) haben Koch und Nolte rund fünf Millionen Euro in den Bau investiert. hre große Hoffnung: Das Projekt rentiert sich langfristig. Zwar bestehen teils schwer kalkulierbare Risiken, wie zum Beispiel Beschädigungen des Windrads durch Unwetter, doch durch die Mindestvergütung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) haben Investoren für die Dauer von bis zu 20 Jahren auch eine gewisse Sicherheit – unabhängig von der aktuellen Strompreisentwicklung.

Auch deshalb hat sich in den letzten 15 Jahren die Zahl der Windräder in Deutschland nahezu verdoppelt. Heute liefern sie etwa acht Prozent des Stroms in Deutschland. Seit September ist das Windrad der Wikono GmbH mit einer Nennleistung von 3,2 Megawatt in Betrieb. Die jährliche Stromerzeugung liegt bei über sechs Millionen Kilowattstunden. Damit kann die Anlage jährlich Strom für bis zu 1800 Haushalte produzieren.

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