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Therme sorgten für Lebensqualität im Römischen Reich

Vortrag im Halterner Wasserwerk

25.05.2007

Haltern «Wenn die Europäische Union die Dauer des römischen Reiches anstrebt, könnte das Modell der kommunalen Freiheit übertragen auf die Regionen und Länder Europas als Vorbild dienen». Mit Prof. Dr. Dr. Werner Eck vom Institut für Altertumskunde und Alte Geschichte der Universität zu Köln hielt am Donnerstagabend einer der international renommiertesten Historiker der Römischen Kaiserzeit den sechsten Wasserwerksvortrag. Im Saal der Gelsenwasser AG konnten Dr. Rudolf Aßkamp und Dipl.-Ing. Friedrich Reh rund 200 Gäste begrüßen, die mehr über das Wassermanagement im Imperium Romanum erfahren wollten. Ein Management, das Prof. Eck anhand von Inschriften in seinem Vortrag analysierte. Brunnen waren in den Städten nicht mehr ausreichend. Der zivilisatorische Wandel habe Bedürfnisse geschaffen, die fließendes Wasser in großen Mengen notwendig machten. Therme brachten mehr Lebensqualität für die Menschen und Prestige für die Städte. Doch allein aus Rom konnte das Kaiserhaus im gesamten Imperium nicht walten. Statthalter ordneten den Bau von Aquädukten an - gewidmet meist dem Kaiser, eingeweiht häufig durch den Statthalter, aber bezahlt überwiegend von den Gemeinden oder Sponsoren. Wenige Hinweise gebe es in der römischen Geschichte, die Zahlungen durch den Kaiser belegen, in Fällen etwa, in denen der Herrscher der Stadt nahe stand oder in denen der Statthalter eine gute Beziehung zum Kaiserhaus hatte. Nur bei Missbrauch griff Rom ein, auch durch Straferlasse bei Fremdnutzung oder Beschädigung der Wasserleitungen. War die Kasse der Gemeinde leer, konnte auf Hilfe aus Rom gehofft werden. In vielen Städten gab es zudem Auflagen. Erwachsene männliche Römer mussten im Jahr fünf Tage Arbeit für die Stadt verrichten, die Besitzer von Gespannen hatten diese an drei Tagen zur Verfügung zu stellen. «Man möge sich vorstellen, jeder Lastwagen in Haltern müsse drei Tage für die Stadt fahren!» Die Finanzen der römischen Städte wurden geschont und es konnte trotzdem vieles gebaut werden. Ein Ansatz zur Sanierung unseres städtischen Haushalts? ela

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