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Transformatorenstation wird in Denkmalliste eingetragen

Ausschuss-Beschluss

Die Entscheidung im Schul-, Sport- und Kulturausschuss fiel einstimmig: In die Denkmalliste der Stadt Haltern soll die Transformatorenstation an der Westruper Straße zwischen den Bauernschaften Westrup und Antrup eingetragen werden.

HULLERN

von Von Berthold Fehmer

, 23.09.2010
Transformatorenstation wird in Denkmalliste eingetragen

Diese Transformatorenstation an der Westruper Straße soll künftig unter Denkmalschutz stehen.

Aufgrund der „charakteristischen U-förmigen Abspannung im Dachstuhl“. Bügelstation nennt sich die Bauart, in der die 10-Kilovolt-Transformatorenstation vermutlich im Jahr 1925 von den Vereinigten Elektrizitätswerke Westfalen AG errichtet worden ist. Bis heute ist der genormte 10-kV-Umspannturm – die Baureihe wird auch Westfalenstation genannt – im Wesentlichen unverändert erhalten geblieben.

Die drei Isolatoren für die Hochspannungsfreileitung sind immer noch auf dem Dach zu sehen, wenngleich das Häuschen keine Funktion mehr erfüllt. Denn die Stadtwerke Haltern haben die Freileitungen in diesem Bereich abgerüstet. Laut LWL-Amt für Denkmalpflege ist die Station aber „bedeutend für die Bewohner der Stadt Haltern, weil sie die Geschichte der örtlichen Stromversorgung insbesondere der ländlichen Region anschaulich dokumentiert.“  

Der Stromanschluss habe die Arbeits- und Produktionsverhältnisse in den Gewerbegebieten wie auch in der Landwirtschaft verändert, sie mit der benötigten Antriebs- und Lichtenergie ausgestattet und den Einsatz von Elektromotoren ermöglicht. Die Gestaltung der Station, so das LWL-Amt, „nimmt bewusst Bezug auf die Architektur des Heimatschutzstils und ermöglichte eine harmonische Einfügung in das Landschaftsbild.“

Für Westfalen habe die Station an der Westruper Straße Seltenheitswert, allerdings sei die Station am Rand eines Wäldchens durch Aufwuchs verdeckt und nicht mehr uneingeschränkt erlebbar. Die Stadt Haltern wäre nach Ansicht der LWL-Fachleute gut beraten, das zu ändern. Das Fazit des Berichts: „Das Transformatorenhäuschen könnte als Denkmal im Rahmen der Route der Industriekultur durchaus weitere Bedeutung erlangen.“

Der Natur- und Vogelschutzverein hat bereits Interesse an der Station angemeldet. Für Vögel sei das Häuschen zum Nisten sehr interessant – dafür, dass der Verein es ornithologisch nutzen darf, will er es laut Stadtsprecher Georg Bockey in Zukunft auch instand halten.

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