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Vielseitiges Musik-Duo begeistert mit persönlichen Texten

Jazz im Lea-Drüppel-Theater

Jazzmusik vom Feinsten im Lea-Drüppel-Theater: Das erfolgreiche Duo Sabine Kühlich und Laia Genc brachte am Samstagabend die Musik des US-amerikanischen Pianisten Dave Brubeck nach Haltern. Unseren Autoren haben die Frauen voll überzeugt.

HALTERN

, 18.02.2018
Vielseitiges Musik-Duo begeistert mit persönlichen Texten

Sabine Kühlich und Laia Genc © Horst Lehr

Der Kontakt entstand über den musikalischen Leiter des Theaters, Niclas Flohr. Gastgeberin Anne Drüppel war begeistert und sagte: "Mich hat vor allem die sehr authentische Verbindung der Lieder mit der Person Brubeck überzeugt".

Die persönliche Begegnung mit Dave Brubeck hat das musikalische Wirken der beiden preisgekrönten Jazzmusikerinnen tief geprägt. Die beiden Frauen sind hervorragend aufeinander eingespielt und boten ein tolles Programm. Schon gleich zum Auftakt überraschte Genc die Gäste mit einem beeindruckenden Klaviersolo, in das Kühlich erst zum Ende mit Gesang und Saxophon einstieg. Mit dem Song „In your own sweet way“, einer typischen Jazzballade die für Brubecks Frau Iola geschrieben wurde, eroberten die beiden Musikerinnen schnell die Sympathien des ganz nah an der Bühne sitzenden Publikums und brachte schon mit den ersten Tönen die Füße der Fans zum Wippen.

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Ihre Vielseitigkeit zeigte das Duo dann im Laufe des Konzerts mit weiteren bekannten Brubeckhits, die sie in ihrem ganz eigenen Stil neu arrangiert haben. Neben diesen Klassikern der Jazzgeschichte kam das Publikum aber auch in den Genuss von Eigenkompositionen wie zum Beispiel bei dem Titel „For Mara“. Diesen hatte Genc für eine Studienfreundin komponiert und bei Ihrem virtuosen Klaviersolo flogen die Finger der Pianistin wie von Zauberhand über die Tasten. Der anschließende Titel „The Message“ entstammt der Feder von Kühlich .Sie hatte diesen Song für einen schwer erkrankten guten Freund geschrieben und sprach ihm darin mit den Worten „Leidenschaft ist die Quelle deiner Kraft“ neuen Lebensmut zu.

Nach der Pause betrat das Duo in einem neuen Outfit die Bühne und mit der sehr wirkungsvoll eingesetzten Kombination von Saxophon und Klavier in Verbindung mit einem gefühlvollen Gesang schafften es die Künstler problemlos die Spannung immer weiter hoch zu halten und das Publikum zu begeistern.

Mit dem Stück „Wir sind Demokratie“, in dem es um Gerechtigkeit, Freiheit und Toleranz geht, nahm das Duo Bezug auf das aktuelle Thema des nach einem Jahr aus türkischer Haft entlassenen Journalisten Deniz Yücel, und berichtete dass es einer guten Freundin ähnlich ergangen sei. Zum Abschluss des Konzerts zogen die Musikerinnen noch ein letztes Mal alle Register ihres Könnens und erfüllten mit den Songs „Three to get ready“ aus dem Album „Time Out“ und „Emely“ auch noch den letzten Zugabewunsch des Publikums.

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