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Warnungen bei Facebook - Polizei bittet, Funde zu melden

Gerüchte über Giftköder in Haltern

In Haltern könnten erneut Giftköder ausgelegt worden sein. Hinweise dafür gab es in verschiedenen Facebook-Gruppen. Am Sonntag hatten Spaziergänger unabhängig voneinander verdächtige Gegenstände gefunden.

Haltern

, 11.04.2018
Warnungen bei Facebook - Polizei bittet, Funde zu melden

Ein Zettel warnt in Berlin vor Giftködern. © picture alliance / Florian Schuh

Jedoch sind weder beim Ordnungsamt noch bei der Polizei bisher Hinweise auf mögliche Giftköder zwischen der Annabergstraße und der Dorstener Straße eingegangen. „Ich habe nichts mitbekommen“, sagt der zuständige Sachbearbeiter Rouven Lojack. Auch bei der Pressestelle der Polizei Recklinghausen wurde keine Anzeige aufgegeben.

Polizei wird nur nach Meldungen aktiv

Dabei ist die Meldung der Funde wichtig: „Wenn Tiere etwas aufgenommen haben und Folgen entstanden sind, dann ist es wichtig, dass wir informiert werden. Sollte jemand Giftköder und präparierte Happen verbreiten, können wir dann Streife fahren und nachschauen, ob wir etwas Verdächtiges sehen“, sagt Ramona Hörst, Pressesprecherin der Polizei Recklinghausen.

Allerdings merkt sie auch an, dass es immer wieder vorkomme, dass alte Warnmeldungen in WhatsApp- und Facebook-Gruppen herumgeschickt werden, die so den Eindruck einer aktuellen Warnung vermitteln würden.

Tätern droht Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren

Das Auslegen von Giftködern ist kein Kavaliersdelikt. Gemäß Tierschutzgesetz können Täter, die ein Wirbeltier und somit auch Hunde, „ohne vernünftigen Grund“ töten oder ihm erheblich Schmerzen zufügen, mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren belegt werden.

Wer Wasser in „gefassten Quellen, in Brunnen, Leitungen oder Trinkwasserspeichern“ vergiftet und diese in den Verkehr bringt, kann nach Strafgesetzbuch mit einer Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren bestraft werden. Gleiches gilt für „Gegenstände, die zum öffentlichen Verkauf oder Verbrauch bestimmt sind“.

Schon in der vergangenen Woche hatte die Stadt vor möglichen Giftködern an der Annabergstraße zwischen Bahnhof und Philippistraße gewarnt.

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