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Wasseruhr tickt nur einmal

Bewohner von Mehrfamilienhäusern profitieren vom Tarifsystem

30.05.2007

Bei einem Grundpreis von 13,64 Euro pro Wasseruhr und einem Verbrauchspreis von 1,56 Euro pro Kubikmeter ergeben sich für den Halterner Ein-Personen-Haushalt mit einem Tagesverbrauch von 125 Litern Gesamtkosten von fast 235 Euro im Jahr. Das sind laut Spiegel knapp 160 Euro mehr als der günstigste Anbieter. Ein Mehr-Personen-Haushalt mit 375 Litern Tagesverbrauch findet in der Tabelle einen Wert von 378 Euro Jahreskosten - 219 Euro mehr als der günstigste Anbieter. Heidrun Schneider, Pressesprecherin der Gelsenwasser AG, wies gegenüber unserer Zeitung auf eine gravierende Ungenauigkeit der Spiegel-Rechnung hin. Gelsenwasser berechne den Grundpreis pro Hauswasserzähler. In einem Mehrfamilienhaus werde der Monatspreis von 13,64 Euro also durch die Zahl der Parteien geteilt. «Eine soziale Komponente in unserer Preisgestaltung», so Heidrun Schneider. Dies kann zu großen Preisunterschieden führen, wie eine Berechnung aus dem Haus Gelsenwasser belegt: Ein Ein-Personen-Haushalt in einem Vier-Parteien-Haus zahlt demnach nur 112 Euro im Jahr und nicht 235 wie nach der Spiegel-Tabelle. Da der Anteil der Mehrfamilien-Häuser in Haltern weitaus geringer ist als in den ebenfalls von Gelsenwasser versorgten Städten Recklinghausen oder Gelsenkirchen, wirkt sich das Gelsenwasser-Preissystems auf den weitaus größten Teil der Halterner Verbraucher eher nachteilig aus. Bürgermeister Bodo Klimpel, der zurzeit mit Gelsenwasser über eine Verlängerung des Konzessionsvertrages verhandelt, will sich die Spiegelstatistik genau anschauen und dann möglicherweise mit den Gelsenwasser-Verantwortlichen über die Preisstruktur sprechen. Gelsenwasser-Sprecher Felix Wirtz glaubt allerdings nicht, dass es eine Diskussion über die Tarifstruktur geben wird. Gelsenwasser selbst habe keinen Einfluss darauf. Die Gebühren würden von einer Schiedsstelle festgelegt, in der auch die Städte vertreten seien. Zuletzt seien die Preise im Januar 2006 erhöht worden, nachdem sie acht Jahre lang konstant waren. thl

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