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FDP sieht „tägliches Gefährdungspotenzial“

Kreuzung am Halterner Ehrenmal beschäftigt Politik

Die Verkehrsführung im Kreuzungsbereich Hennewiger Weg/Römerstraße ist unübersichtlich. Die FDP möchte sie gerne verändern. Die Freien Demokraten beantragen deshalb auf der nächsten Ratssitzung eine neue Beschilderung oder Markierungen.

HALTERN

, 08.05.2018
FDP sieht „tägliches Gefährdungspotenzial“

Am Halterner Ehrenmal erfordert die Verkehrsführung erhöhte Aufmerksamkeit. © Jürgen Wolter

Auf den im spitzen Winkel aufeinander zulaufenden Straßen komme es „durch die verkehrswidrige Fahrweise aufgrund der nicht erkennbaren Fahrbahn täglich zu Situationen, die ein latent hohes Gefährdungspotenzial für alle Verkehrsteilnehmer bedingen“, begründet der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Dirk Klaus den Antrag.

Rad- und Autofahrer aus dem Hennewiger Weg würden stadteinwärts meist verkehrswidrig in die Römerstraße einfahren. Auch die Fahrt in die Römerstraße aus Richtung Innenstadt sei problematisch. Die FDP beantragt deshalb, entweder durch eine Beschilderung oder durch Fahrbahnmarkierungen, die Gefahren zu beseitigen.

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Dirk Klaus verweist in diesem Zusammenhang auf die zahlreichen Einrichtungen wie den neuen Martin-Luther-Kindergarten und das LiNa-Haus sowie die Schulwegführung zur Katharina-von-Bora-Schule. Gerade wegen der vielen „schwachen Verkehrsteilnehmer“ (Kinder, Schüler, Radfahrer) sei es ein Gebot der Sorgfaltspflicht, diesen „Gefahrenort zu entschärfen“.

Claus Brüggemann, Fahrlehrer aus Haltern, bestätigt, dass die Verkehrsführung hier besondere Aufmerksamkeit erfordert. „Wir trainieren diese Stelle auch mit unseren Fahrschülern“, so der Fahrlehrer. „Ich weise sie auf bestimmte Punkte hin, an denen sie den Abbiegevorgang einleiten, zum Beispiel Straßenlaternen, denn auch in Prüfungen wird oft über diese Stelle gefahren. Eindeutig ist die Verkehrsführung nicht, man muss sehr aufpassen.“

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Dennoch ist die Kreuzung kein Unfallschwerpunkt. Laut Statistik der Polizei treten hier keine erhöhten Unfallzahlen auf. „Es gab 2015 einen Unfall mit einem verletzten Fußgänger, und im Februar dieses Jahres beim Ausparken aus einer Parklücke, ansonsten nur einige wenige Bagatellschäden. Diese Kreuzung ist unfalltechnisch eher unauffällig“, sagt Polizeisprecherin Ramona Hörst, die dafür in die Unfallstatistik der letzten Jahre geschaut hat. „Es ist durchaus denkbar, dass gerade wegen der schwierigen Situation die Verkehrsteilnehmer besonders vorsichtig fahren.“

Bereits 2009 hatte die damalige Fraktion der Linken einen vergleichbaren Antrag im Halterner Rat gestellt. Damals hatte sich die Verkehrs- und Unfallkommission mit dem Thema beschäftigt. Der Antrag war anschließend wegen „fehlenden Handlungsbedarfs“ abgelehnt worden, da sich die vorhandene „Verkehrssituation bewährt hat“.