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Zeugnisse für die Abiturienten

HALTERN Die Abiturienten des Jahrgangs 2008 schienen bei der Ausgabe ihrer Abiturzeugnisse die Strapazen der letzten Wochen vergessen zu haben. Schulleiter Johannes Hermsen blickte am Samstag aber noch einmal kritisch auf das Zentralabitur.

15.06.2008
Zeugnisse für die Abiturienten

Zum Gruppenfoto versammelten sich die Abiturienten auf dem Schulhof.

lAlle Plätze der Aula waren besetzt als der Schulleiter des Joseph-König-Gymnasiums, Johannes Hermsen, zur Begrüßung der Abiturienten, Eltern und des Lehrerkollegiums ansetzte. Abeer nicht nur die Gratulation war Bestandteil seiner Rede, sondern auch Kritik an dem Verlauf des Zentralabiturs. 42 mündliche Nachprüfungen und drei Schüler, die die Matheklausur komplett wiederholen werden, hätte er in 31 Dienstjahren am Gymnasium noch nicht erlebt. „Ich habe große Bedenken, wohin das noch alles führen kann“, bemerkte Hermsen. Stufenbegleiter Bernhard Fiehe sprach in diesem Zusammenhang sogar vom „Oktaeder des Grauens“, der Bestandteil der schweren Matheklausur dieses Jahr gewesen war. Aber viel wichtiger als die Kritik an Vergangenem war der Blick in die Zukunft. Bürgermeister Bodo Klimpel zitierte die Weisheit von Seneca: „Für das Leben und nicht für die Schule lernen wir.“ Schulpflegschaftsvorsitzende Petra Träger betonte in ihrer Rede, dass den Abiturienten nun alle Türen offen stehen und das „Abenteuer Leben“ beginnen könne.

Eine Ära geht zu Ende

Einen ganz anderen Schwerpunkt wählte Stufensprecher Matthias Wessels. Er sprach von den freundschaftlichen Banden, die während der Schulzeit geknüpft wurden. „Am heutigen Tag geht eine Ära zu Ende, unsere Ära“, sagte Wessels melancholisch, doch „wir haben allen Grund, positiv in die Zukunft zu blicken“. Vor der Aushändigung der Zeugnisse überzeugten die Abiturientinnen Birte Hoffmann und Lisa Rott mit einer gekonnten Gesangsdarbietung von Diana Ross' „Do you know where you're going to“. Dann überreichten die Stufenbegleiter Bernhard Fiehe und Rolf Schröer den Lohn jahrelanger Anstrengungen. Die Musical-AG, die mit Stücken aus ihrem neuen, im September aufführungsreifen Musical „Sindbads letztes Abenteuer“ für das musikalische Rahmenprogramm der Verleihung sorgte, gab anschließend das letzte Lied „Flieg nach Bagdad, kleine Taube“ unter der Leitung von Christel Decker zum Besten. Der Chor winkte mit weißen Taschentüchern, ein Augenblick, der jeden wohl berührt haben wird. Denn nun warten auf die Abiturienten viele Abschiede, Veränderungen und Neuanfänge

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